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Familie : Konflikte in der Kita: Was Eltern tun können

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Aus der Onlineredaktion

Ist das Kind eingewöhnt, kann es an der einen oder anderen Stelle schon mal haken

svz.de von
erstellt am 04.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Kleine Gruppe? Studierte Kindergartenpädagogen? Bio-Essen? In vielen deutschen Städten ist es schon schwer genug, überhaupt einen Krippen- oder Kindergartenplatz zu bekommen – da müssen Eltern Kompromisse eingehen. Nicht immer sind sie aber mit der Einrichtung zufrieden. Was Eltern bei Konflikten tun können:

Gespräch suchen: Was, wenn das Kind auch Wochen nach der Eingewöhnung noch weint, wieder einnässt oder wegen eines anderen Kindes partout nicht in den Kindergarten will? „Dann wird es höchste Zeit, mit den Erziehern zu sprechen. Je früher, desto besser“, sagt Eike Hovermann. Er ist Leiter der Akademie für Kindergarten, Kita und Hort in Lippstadt. Für die Eltern sei es hilfreich, die Sicht der Erzieher zu erfahren, für die Erzieher können die Impulse aus der Familie eine bessere Bewertung der Situation bringen. Wenn Eltern das Gefühl haben, dass sich trotz eines Gesprächs nichts verbessert, kann die Kindergartenleitung hinzugezogen werden.

Hospitieren: Wer freundlich nachfragt, darf sich durch eine Hospitation oft einen persönlichen Eindruck machen. Das kann für Eltern sehr hilfreich sein, wenn sie sehen, wie sich ihr Kind in der Gruppe verhält. Das gilt ganz besonders dann, wenn es zu Hause unschöne Dinge erzählt: etwa, dass es ständig von anderen Kindern geschubst wird oder nicht auf die Toilette darf.

Nur im Notfall wechseln: Wenn sich Vorfälle und negative Erzählungen immer wiederholen, ist es mit kitainternen Gesprächen nicht mehr getan. Dann sollten Eltern sich auf jeden Fall professionelle Beratung von außen holen und einen Wechsel der Einrichtung erwägen. Das sollte aber immer der letzte Schritt sein.

Denn wenn Eltern ihr Kind bei der ersten Schwierigkeit vom Kindergarten abmelden, lernt dieses nicht, mit Schwierigkeiten umzugehen und seinen Platz in einer Gruppe zu finden.

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