HEY, Familie! : Arbeit an zwei Fronten

Neben der ganzen Arbeit hat Isabel Beckmann immer Zeit für die Familie.
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Neben der ganzen Arbeit hat Isabel Beckmann immer Zeit für die Familie.

Eine Schwangerschaft stellt das Leben auf den Kopf. Doch wie vereinbart man eine Schwangerschaft mit dem Wunsch weiterhin berufstätig zu sein? Isabel Beckmann spricht im Interview darüber, wie sie Beides organisiert.

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27. Juni 2019, 15:25 Uhr

Eine Schwangerschaft stellt das Leben auf den Kopf. Der Körper verändert sich, das Arbeiten fällt zunehmend schwerer und Pläne, Sorgen und Gedanken bescheren der werdenden Mutter die ein oder andere schlaflose Nacht. Trotzdem wollen viele Schwangere ihren Alltag nicht allzu früh aufgeben und so lange wie möglich arbeiten gehen. Doch wie vereinbart man die bevorstehende Geburt mit dem Wunsch, weiterhin berufstätig zu sein? Isabel Beckmann spricht im Interview darüber, wie sie Beides organisiert.

Isabel Beckmann aus Perleberg bekommt im August ihr zweites Kind. Die Vorfreude ist natürlich groß. Doch schon jetzt macht sich die Mutter einer 4-jährigen Tochter Gedanken, wie die Zeit wird, wenn ihr kleiner Sohn auf der Welt ist. Die Leiterin der Geschäftsstelle Prignitz vom medienhaus:nord in Perleberg war schon immer eine ehrgeizige Frau, die viel Freude an der Arbeit hat. Karriere und Familie existieren bei ihr parallel und in beiden Bereichen hat sie große Ziele, die sie realisieren will. In ihrer Rolle als Mutter und gleichzeitig Verantwortliche für ihr Team fühlt sie sich sehr wohl. Der Job ist fordernd und sie erhält Bestätigung für das, was sie tut. Deshalb fällt es ihr auch nicht leicht, wenn sie in einigen Wochen in die Elternzeit geht und ihren Schreib- gegen den Wickeltisch tauscht. Statt Meetings und Geschäftsterminen stehen in Zukunft schlaflose Nächte und Geschichten vorlesen in ihrem Terminkalender. Aber diese Abstriche muss sie machen, auch wenn dann die Karriere und das Engagement für die Region etwas ins Hintertreffen geraten. „Das ist Zeit, die ich mir dann gerne nehme“, erklärt sie. „Die Familie steht immer an erster Stelle.“

Durch ihre Tochter weiß die fleißige Mutter selbstverständlich, welch fordernde Aufgabe es ist, Familie und Arbeit miteinander zu vereinbaren. Gerade da ihr Partner in der Gastronomie tätig und nur selten abends zu Hause ist. Trotzdem unterstützt er sie wo es nur geht und nimmt ihr Aufgaben ab. „Wir versuchen außerdem regelmäßig Tage für die Familie zu haben, an denen nichts anderes ansteht und Zeit nur für uns drei bleibt. Und bald dann vier.“ Natürlich kann die bald zweifache Mutter auch jederzeit auf die Hilfe von Freunden und Verwandten zählen. „Da helfen wir uns alle gegenseitig.“

Hin und wieder kommt es vor, dass Körper und Kopf unterschiedliche Dinge wollen. Vom Charakter her ist Isabel Beckmann eigentlich immer daran interessiert, ihre Aufgaben bestmöglich zu erledigen, aber „man steckt eben nicht alles so einfach weg“. Das hat sie aus der ersten Schwangerschaft gelernt und hört deshalb nun mehr auf die Signale, die ihr ihr Körper sendet. Deshalb wird sie diesmal auch ein Jahr in Elternzeit gehen. Bei ihrer Tochter, die nächstes Jahr in die Schule kommt, waren es nur sechs Monate. Trotzdem sagt die ambitionierte Geschäftsstellenleiterin sich immer wieder selbst, dass man „nur schwanger und nicht krank ist.“ Ihre kleine Tochter freut sich schon ungemein darauf, bald große Schwester zu sein und möchte ihre Mama unterstützen, wenn ihr Bruder da ist. Deshalb bereitet Isabel Beckmann ihre Tochter mit Gesprächen und Büchern auf diese Zeit vor und erklärt ihr, dass „sie die Mama dann auch mal teilen muss.“ Mit der Kleinen über die bevorstehende Zeit zu sprechen hilft ihr sehr, gibt sie zu.

Alle in der Familie freuen sich auf den kleinen Wonneproppen. Nichts desto trotz gibt die Perlebergerin zu, dass der Job immer im Hinterkopf ist und sie sich freuen wird, wieder zu arbeiten.

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