Familie : Ein Tag am Meer

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Sonnenbrand, Mückenstiche, Ohren- und Halsschmerzen: Tipps rund um einen gesunden Urlaub mit Kindern

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19. Juli 2015, 09:00 Uhr

Was haben wir uns doch darauf gefreut: Sommer, Sonne, Strand. Das Einzige, was uns jetzt noch die Laune verhageln kann, sind die Wehwehchen, die unsere Kleinen sich einfangen können. Tipps rund um den gesunden Urlaub hat die Apothekerin Kerstin Tomberger.

Sonnenbrand
Die Sonne strahlt mit unseren Jüngsten um die Wette, doch leider bringt sie auch die Gefahr eines Sonnenbrands mit. „Vorbeugen ist das Allerwichtigste“, sagt Kerstin Tomberger. Der Sonnenbrand ist eine echte Verletzung der Haut und die kann sich noch Jahre danach bemerkbar machen.

Der Sonnenhut muss auf jeden Fall mit und trotz Wärme besser nicht auf das luftige T-Shirt verzichten. Doch vor allem gilt die Devise: an die Sonnencreme denken. „Möglichst mit Lichtschutzfaktor 50“, ergänzt die Apothekerin. Bei ersten Rötungen heißt es unbedingt raus aus der Sonne, die Haut mit nassen Tüchern kühlen und viel, viel, viel Wasser trinken, um einem Sonnenstich vorzubeugen. „Bei Übelkeit und Erbrechen sollte man mit seinem Kind besser zum Arzt“, rät die Apothekerin.

Quallen-Bekannschaft
Sie werden gern in Eimerchen gesammelt und manche Kinder haben richtig Spaß mit ihnen: doch nicht alle Quallen sind harmlose Spielgefährten. „Auch bei uns gibt es Quallenarten, die unseren Kindern große Schmerzen zufügen können“, weiß Kerstin Tomberger, die selbst Mutter ist. Dazu gehört die Gelbe Haarqualle, die man als Feuerqualle kennt. Bei einer unliebsamen Bekanntschaft mit ihr die Tentakel nicht mit Süßwasser abspülen. Dadurch können im schlimmsten Fall Nesselkapseln platzen und Reizstoffe freigesetzt werden. „Ratsam ist es, Fenistil-Gel gegen Juckreiz und allergische Reaktionen mit in die Tasche zu packen“, ergänzt die Apothekerin.
Auch hilft es, feinen Sand auf der Haut zu verteilen, trocknen zu lassen und mit einem stumpfen Gegenstand abzuschaben. Auch hier gilt, bei auftretender Übelkeit, Atemproblemen und Schwindel zum Arzt gehen.

Plagegeister-Alarm
Wo viel Natur ist, sind sie meist auch nicht weit: Bremsen, Mücken und Zecken sind die Plagegeister Nummer Eins im Urlaub. Beim Griff in Kleiderschrank oder Koffer besser die helle Kleidung nehmen. Zum einen lassen sich Insekten leichter von Schwarz anlocken und zum anderen schwitzt man unter dunklen Sachen schneller – und Schweiß finden Mücken & Co. toll. Mückensprays können ein Stück weit Abhilfe schaffen. „Allerdings sollte man vorher auf die Altersangaben achten. Es gibt spezielle Sprays, die schon für Kleinkinder geeignet sind.“ Besonders bei Zecken rät Kerstin Tomberger zur Vorsicht. „Sie muss auf jeden Fall richtig entfernt und die Stelle markiert werden. Falls dort Rötungen auftreten sollten, bitte zum Arzt gehen.“ Fährt man in Gebiete mit hohem Zeckenaufkommen, kommt man an einer Impfung fast nicht vorbei.

Muschelsplitter
Besonders unsere Kleinen lieben Muscheln. Man kann ganz wunderbar Sandburgen damit dekorieren und auf der Fensterbank sind sie recht dekorative Souvenirs. Doch wer schon einmal auf eine Muschel getreten ist, der weiß, wie weh das tun kann. Gut, wer da an die Pinzette gedacht hat. „Auf jeden Fall müssen Splitter raus“, sagt Kerstin Tomberger und rät dazu, die Stelle gründlich mit Desinfektionsspray zu behandeln. „Es sei denn, die Wunde blutet richtig doll, dann spülen sich Splitter und Dreck meist von selbst raus.“ Anschließend sollte die Wunde mit einem Pflaster geschützt werden.

Ohren-und Halsschmerzen
Gerade an Ost- und Nordsee weht auch im Sommer oft eine frische Brise. Wer nicht aufgepasst, bei dem können Ohren- und Halsschmerzen die Folge sein. „Besser einen Schal und Pulli mit einpacken, denn Wärme hilft“, sagt Tomberger. Bei Kleinkindern hilft es, die Ohren mit Wattebäuschen vor Wind zu schützen. Spezielle Ohrenstöpsel schützen beim Tauchen vor Wasser. Sind die Schmerzen nicht heftig, helfen meist homöopathische Mittel.

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