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Ratgeber zum Weihnachtsfest : Ein duftender Baum für das Fest

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In gut zwei Wochen ist Heiligabend. Allmählich wird es Zeit, den Weihnachtsbaum zu kaufen. Aber welchen? Was Sie von welchem Baum erwarten können und wie Sie lange Freude daran haben, haben wir zusammengestellt.

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erstellt am 08.Dez.2012 | 04:06 Uhr

In gut zwei Wochen ist Heiligabend. Allmählich wird es Zeit, den Weihnachtsbaum zu kaufen. Aber wie soll er sein? Groß oder klein? Mit kurzen Nadeln oder langen? Mit weichen Ästen oder robusteren? Klassisch grün oder eher bläulich? Die Auswahl ist groß und geht weit über die klassische Tanne hinaus. Was Sie von welchem Baum erwarten können und wie Sie lange Freude daran haben, haben wir zusammengestellt.

Die Nordmanntanne

Trotz des stattlichen Preises ist und bleibt die Nordmanntanne in Deutschland und Europa der beliebteste Weihnachtsbaum. "Sie hat relativ weiche, dunkelgrüne Nadeln, die nicht stechen", erklärt Revierförster Matthias Fiedelmann vom Revier Radelübbe die Vorzüge. "Und sie hält auch im Wohnzimmer sehr lange." Ihre Zweige erlauben es, schweren Baumschmuck zu nutzen. Wer eine Nordmanntanne kaufen möchte, muss dafür in diesem Jahr nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen 18 bis 22 Euro je laufendem Meter bezahlen. Ihren Namen hat sie übrigens vom finnischen Botaniker Alexander von Nordmann.

Die Fichten

"Die Gemeine Fichte ist für viele der klassische Weihnachtsbaum", sagt Matthias Fiedelmann. "Allerdings fängt sie in beheizten Räumen eher an zu nadeln als beispielsweise die Nordmanntanne." Ihre Nadeln sind zudem härter. Dafür sei die Gemeine Fichte deutlich billiger als die Nordmanntanne, koste nur knapp die Hälfte.

Eine gern gewählte Alternative ist die Blaufichte, deren Name aus der graugrünen bis blaugrünen Färbung der Nadeln resultiert. Allerdings sind die Nadeln sehr spitz und können daher stark stechen. Wer da empfindlich ist oder kleine Kinder im Haus hat, ist mit einem anderen Baum wahrscheinlich besser bedient. Allerdings nadle die Blaufichte nicht so schnell wie die Gemeine Fichte, so der Revierförster.

Die Kiefer

Die Kiefer ist etwas für Liebhaber, ein Nischenprodukt, wie Matthias Fiedelmann sagt. Sie hat sehr lange Nadeln, aber sehr weiche Äste. Für üppigen Baumschmuck mit vielen Kerzen, Kugeln, Schokoladen- oder Salzteigfiguren ist sie daher nicht geeignet. Oft stehen die Äste sehr weit auseinander. "Aber es gibt Menschen, die jedes Jahr zu uns kommen und immer wieder eine Kiefer haben wollen", sagt der Revierförster, der für den 15. Dezember selbst zum Weihnachtsbaumverkauf nach Radelübbe einlädt. Bereits am morgigen Sonntag können Besucher des Adventsmarktes auf dem Alten Forsthof in Dümmer ihren Tannenbaum kaufen.

Die Douglasie

Die Zweige der Douglasie stehen weniger dicht als die der Nordmanntanne. Auch sie kann wegen der sehr weichen Zweige keinen schweren Schmuck tragen. Da die Nadeln einzeln stehen, schimmert das Holz der Äste durch. Die Douglasie kann im Wohnzimmer aber einen anderen Trumpf ausspielen - sie verströmt einen angenehm weihnachtlichen Duft.

Die Nobilistanne

Auch die weichen, blaugrünen Nadeln der Nobilistanne verströmen im Zimmer einen intensiven Duft - nach Orangen. Den könne man noch verstärken, wenn man die Harztaschen am Stamm mit einer Nadel aufsticht, erklärt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Das ist aber nicht der einzige Vorzug dieses Baumes. Die Nobilistanne hält auch im Warmen lange ihre Nadeln und ist für reichlich Weihnachtsschmuck wie gemacht. Preislich bewegt sie sich im gleichen Segment wie die Nordmanntanne. Manchmal hat die Nobilistanne einen eigenwilligen Wuchs.

Nach dem Kauf

In ein Netz verpackt lässt sich der Weihnachtsbaum gut nach Hause transportieren. Er darf hinten höchstens anderthalb Meter überstehen (bei Fahrten bis 100 Kilometer drei Meter). Ab einem Meter muss ein rotes Fähnchen an den Baum gehängt werden.

Zu Hause könne der Baum noch im Netz bleiben, sagt Matthias Fiedelmann. "Es reicht, ihn wenige Tage vor dem Fest herauszunehmen. Dann haben die Zweige noch genug Zeit, sich in Form zu biegen." Wer kann, bewahrt den Baum am besten im Freien auf, an einem schattigen, windgeschützten Ort. "Sonst wird die Austrocknung vorangetrieben." Wasser muss er in dieser Zeit noch nicht bekommen.

Zum Fest

Wichtig ist, dass sich der Baum auf dem Weg ins Haus langsam akklimatisieren kann. "Große Temperaturschwankungen mögen die Bäume nicht", begründet der Förster. Am besten sei es, sie von draußen zunächst in einen kühleren Raum - Waschküche oder Keller beispielsweise - zu stellen. Erst nach einer gewissen Zeit kommt er in die gute Stube. Damit er dort lange hält, sollte er in Leitungswasser gestellt werden. Schalen mit integrierten Ständern sind mittlerweile Standard. Weitere Zusätze sind nicht erforderlich. Zuvor sollte man an der Schnittstelle des Stammes ein bis zwei Zentimeter abschneiden, damit der Baum das Wasser überhaupt aufnehmen kann. Wer lange Freude an seiner Tanne, Fichte oder Kiefer haben möchte, stellt sie besser nicht direkt neben Heizung oder Ofen. Die warme Luft lässt den Baum schneller nadeln.


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