Kostengünstig Telefonieren : Zwei Handys kombinieren

Ein Smartphone mit Dual-SIM-Technik, also ein Gerät, dass zwei SIM-Karten in einem Gerät vereint. kann man sich mehrere Handy sparen.
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Ein Smartphone mit Dual-SIM-Technik, also ein Gerät, dass zwei SIM-Karten in einem Gerät vereint. kann man sich mehrere Handy sparen.

Tipp für Sparfüchse: Mit Smartphones, die Platz für zwei SIM-Karten bieten, lassen sich Tarife kombinieren. Doch bei der Wahl des Gerätes ist Vorsicht geboten.

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28. April 2015, 22:00 Uhr

Smartphones werden immer größer, Hosentaschen gefühlt immer kleiner. Wenn man dann auch noch ein zweites Gerät hat, kann das zu echten Platzproblemen führen. Die Lösung könnte ein Smartphone mit Dual-SIM-Technik sein, also ein Gerät, dass zwei SIM-Karten in einem Gerät vereint.

Ein Dual-SIM-Handy hat im Gegensatz zu normalen Mobiltelefonen zwei Steckplätze für SIM-Karten und teils doppelt ausgelegte Empfangs- und Sendeeinheiten. Besonders für Menschen mit Diensthandy kann das praktisch sein. „Mit Dual-SIM können das private und das berufliche Smartphone kombinieren“, sagt Timm Hoffmann vom Bitkom.

Auch wer oft im Ausland ist, kann so mit einem Gerät immer kostengünstig telefonieren, wie Bettina Seute von „Teltarif.de“ erläutert. „Im Urlaub kann man sich zum Beispiel vor Ort eine SIM-Karte kaufen“, sagt sie. Freunde erreichen einen dann über die heimische Karte, Telefonate im Ausland laufen ohne Roamingkosten über die ausländische Karte.

Zudem können zwei verschiedene Anbieter für Sprach- und Datenverbindungen kombiniert werden. Das ist praktisch, wenn der Provider am Wohnort keine gute Internet-Versorgung liefert.

Wer sich für ein Dual-SIM-Gerät entscheidet, sollte aber genau hinsehen. „Die meisten Hersteller bieten mittlerweile Geräte an“, sagt Hoffmann. Dabei handelt es sich aber in Deutschland meist um Mittelklassemodelle. „Die Auswahl an High-End-Geräten ist sehr eingeschränkt“, sagt Bettina Seute.

Doch nicht jedes Dual-SIM-Handy bietet alle Funktionen auch für beide Anschlüsse. „Viele dieser Geräte haben nur eine Sende- und Empfangseinheit“, erläutert Seute. Bei diesen sogenannten Stand-by-Modellen sind beide Anschlüsse empfangsbereit. Wird einer genutzt, schaltet sich der andere ab.

Sogenannte Aktiv-Modelle hingegen haben zwei Sende- und Empfangseinheiten und können beide Anschlüsse simultan betreiben. Jedoch gibt es auch hier Unterschiede. Manch älteres Gerät gewährt nur einer Karte Internetzugriff. Und längst nicht jedes Dual-SIM-Gerät unterstützt schon LTE.

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