Gamecheck: 1954: Alcatraz : Zeitgeist über Spielspaß

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17. März 2014, 09:19 Uhr

Das Point&Klick-Adventure „1954: Alcatraz“ spielt im Dunstkreis der Drogen- und Jazzgeschwängerten US-Beatnik-Bewegung. Korea-Veteran Joe wurde eines Verbrechens beschuldigt und in das legendäre Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz verlegt, von wo aus er ganz im Stil unzähliger Filme die Flucht plant. Er kann auf die Hilfe seiner Frau Christine zählen, dem zweiten spielbaren Charakter des Games. Zwischen beiden Figuren kann der Spieler jederzeit wechseln. Doch damit sind auch schon die meisten der spärlich gesäten positiven Aspekte von „1954: Alcatraz“ aufgezeigt.

Das Adventure vermag es zu keinem Zeitpunkt, den Spieler emotional einzubinden. Das liegt vor allem an der Umsetzung: Die 3D-Charaktere agieren hölzern vor mittelmäßigen 2D-Texturen, wichtige Aktionen werden nicht animiert. Dazu kommen gravierende Logikfehler. Das geringe Niveau der Rätselkost verdirbt den Spaß an „1954: Alcatraz“ dann endgültig.

Auch muss sich Deadalic fragen lassen, wieso die Ladezeiten für statische 2D-Räumlichkeiten derart lang sind, dass man häufig denkt, das Spiel sei abgestürzt. Apropos Abstürze: Nach der Installation verweigerte das Spiel auf dem Testrechner den Dienst, bevor ein Day1-Patch Abhilfe schuf.

Sich mit „1954: Alcatraz“ anzufreunden fällt schwer. Zwar ist das Setting unverbraucht, die Sprecher motiviert sowie der Soundtrack hörenswert, doch dies reicht nicht aus, um dem Spiel seine Schwächen zu verzeihen. Zu unsympathisch sind die Charaktere, zu vorhersehbar die Handlung, zu schlecht die technische Umsetzung.
 

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