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Internet : Willkommensportal für Flüchtlinge

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Auf der neuen Internetseite sind bisher etwa 350 Anlaufstellen mit Angeboten zur Integration eingetragen.

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Gestern ging das Informationsportal www.willkommeninmv.de online. Dort können sich Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern über die Angebote zur Integration informieren.

„Integration findet vor Ort statt“, sagt Birgit Hesse, Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in MV. Denn wer in einer Gemeinde sei, benötige auch dort Anschluss und Hilfe. Durch die neue Website würde dies erleichtert werden. „Das Portal ist ein zusätzliches Angebot zu den bestehenden. Es bietet Eingang zu vielen Informationen und Verlinkungen“, erläutert die Ministerin. In bisher drei Sprachen – deutsch, englisch und arabisch – können Seitenbesucher Adressen finden und so in konkreten Situationen im Alltag Hilfe erhalten, so Hesse. „Die Nutzer können auf einer interaktiven Karte navigieren und gezielt die benötigten Hilfen finden“, führt sie weiter auf. Weitere Sprachen sollen dazu kommen, beispielsweise das ebenfalls oft gesprochene Farsi.

Aus elf Kategorien kann die gesuchte ausgewählt und im Anschluss der gewünschte Ort eingetragen werden. Auf diese Weise erhält man Adressen und weitere Daten wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummern. Das Portal ist für Smartphones optimiert, wie Pressesprecher Christian Möller ergänzt, so dass zu den  Adressen ebenfalls hin navigiert und die Routen angezeigt werden können. Die elf Kategorien sind Sozialämter, Sprachkurse, berufliche Beratung, Jugendmigrationsdienste, Migrationsberatung, Arbeit, Ausländerbehörden, Vereine und Verbände, Medizinische Hilfe, Beratung bei häuslicher oder sexualisierter Gewalt sowie Schwangerschaft.

Ministerin Hesse verwies darauf, dass das Angebot ständig erweitert werde: „Wir übernehmen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.“ Bisher sind etwa 350 Anlaufstellen, darunter Vereine, Jobcenter und Initiativen, verzeichnet. Wenn jemand Adressen hat, die noch nicht verzeichnet sind, könne er sich melden, dann werden diese noch mit aufgenommen.„Aus der Liste mit Hilfen zur Integration wird auch deutlich, wie viele Vereine und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Allen ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen danke ich für ihr großes Engagement. Sie machen aus Mecklenburg-Vorpommern ein weltoffenes Land, das für Gastfreundschaft und Menschlichkeit steht“, lobte Hesse und beteuert, dass das Land ohne diese Helfer noch nicht soweit mit der Integration wäre.

„Integration ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen gelebte Kultur. Die Landesregierung wird gemeinsam mit den Kommunen im Land weiterhin daran arbeiten, allen Menschen, die nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sind und hier bleiben möchten, eine Perspektive zu bieten und ein Leben in Frieden zu ermöglichen.“

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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