Neue Richtlinien : Wie schütze ich mich bei Facebook?

Wer nicht alles preisgeben will, sollte auf die Facebook-Einstellungen achten
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Wer nicht alles preisgeben will, sollte auf die Facebook-Einstellungen achten

Individualisierte Werbung im Netzwerk / Vor Profilbildung schützen

svz.de von
27. November 2014, 23:10 Uhr

Derzeit erhalten viele Facebook-Nutzer den Hinweis auf neue Richtlinien des Netzwerkes. Gleichzeitig macht ein sogenanter Hoax, eine Falschinformation, auf Facebook die Runde, die suggeriert, dass man nur mit dem Einstellen eines Bildes als Facebook-Meldung auf dem eigenen Profil erfolgreich den AGB widersprechen kann. Netzanwälte erklären dazu, man müsse in jedem Fall eine schriftliche Erklärung per Post absenden.

Gravierend sind die Änderungen bei der Werbeeinblendung. Sie wird noch stärker individualisiert und gleichzeitig transparenter für die Facebook-Nutzer. Das Netzwerk erklärt zumindest, dass es anzeige, warum man bestimmte Reklame angezeigt bekommt und welche Anzeigen man in der Vergangenheit anklickte. Nicht alle Neuerungen auf Facebook sind schon allen Nutzern in Europa zugänglich.

Unter der Internetadresse facebook.com/about/ads/ erfahren Facebook-Mitglieder ausführlich, wie sie Einfluss auf Reklame nehmen oder bestimmte Werbung abschalten können.

Vielen Facebook-Nutzern ist kaum bewusst, dass jeder, der Fotos online im Netzwerk einstellt, die Nutzungsrechte an Facebook abtritt. Das kann juristische Folgen nach sich ziehen.

Bilder von Internetportalen sind in der Regel nicht frei verfügbar; somit verstoßen Nutzer gegen das Urheberrecht, wenn solche Bilder auf Facebook eingestellt werden.

Bei privaten Fotos könnte Facebook sein Recht nutzen und die Bilder weiterverwerten. Wer sein Foto nicht in einer Datenbank kommerziell verwerten lassen möchte, muss sich damit begnügen, nur Internetlinks ohne Bilder im Freundeskreis weiter zu verbreiten. Meist lädt sich ein Foto hoch, sobald eine Internetadresse bei Facebook eingegeben wird. An dieser Stelle kann das Bild gelöscht werden, in dem man die Maus über das Bild bewegt, worauf hin rechts oben ein Kreuz erscheint. Mit einem Klick auf das Kreuz ist das Foto gelöscht.

Datensammlern wie Facebook und Google erschweren Nutzer die Profilbildung, indem sie sich nur dann in Dienste einloggen, wenn sie diese nutzen. Der Datenschützer Thilo Weichert wirft Facebook sogar ein „datenschutzwidriges Geschäftsmodell“ vor. Ansonsten löscht man besser den Browserverlauf und die Cookies oder startet den Browser neu. In Firefox können unter Einstellungen – Datenschutz – Einstellungen alle eingegebenen Daten und Cookies gelöscht werden oder die Löschung mit dem Schließen des Internetbrowsers automatisiert werden. Vor allem sollten sich Internetsurfer nicht auf fremden Seiten und Diensten mit dem Facebook-Zugang registrieren, sondern sich besser mit einem eigenen Nutzernamen und Passwort über den eigenen Emailzugang anmelden. Grundsätzlich kann man sich daran halten, dass alles was einmal ins Internet eingegeben wird, potenziell öffentlich zugänglich ist.


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