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Hetze im Netz : „Widerlich“ - Erika Steinbachs neueste Provokation auf Twitter

vom

Eine Politikerin, die Ängste schürt: Erika Steinbach hetzt - mal wieder.

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2016 | 22:07 Uhr

Mit einem Foto-Kommentar zum Thema Flüchtlinge hat die CDU-Abgeordnete Erika Steinbach empörte Reaktionen im Internet hervorgerufen - und auch die eigene Partei gegen sich aufgebracht.

Hetze im Netz ist allgegenwärtig - dass sich eine gewählte CDU-Politikerin daran beteiligt, bestürzt. Erika Steinbach sorgt nicht zum ersten Mal mit einem fremdenfeindlichen Tweet für Aufruhr im Netz. Sie liebt die Provokation, schürt Ängste - und sonnt sich in der Kritik. Die Geschmacklosigkeit nimmt von Mal zu Mal zu.

Am Anfang steht dieser Tweet:

CDU-Generalsekretär Peter Tauber kritisierte die Parteifreundin scharf:

Die 72-jährige Steinbach ist Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und scheidet zum Ende der Wahlperiode 2017 aus dem Parlament aus. Schon seit ihrer Zeit als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (1998-2014) ist sie dafür bekannt, gerne zu provozieren.

SPD-Vize Ralf Stegner twitterte:

 SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Christine Lambrecht sprach von einer weiteren Entgleisung. „Mit derlei propagandistischen Witzen auf Kosten derjenigen, die vor Krieg und Terror geflohen sind, diskreditiert sich Frau Steinbach auf ganzer Linie.“ Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter bezeichnete den Beitrag als „widerlich, rassistisch, hetzerisch“. Ihr Parteikollege Volker Beck forderte die CDU auf, ein Parteiordnungsverfahren gegen Steinbach einzuleiten. Steinbach werfe die Frage auf, „wie viel rassistische Hetze“ in der CDU erlaubt sei, meinte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion.

Ähnlich äußerte sich der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger:

Eine harsche Reaktion kam auch vom Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki. „Das spaltet und schürt Ängste“, verbreitete er über den Twitter-Account des Erzbistums und domradio.de: „Es ist ein Schlag ins Gesicht all der Tausenden von Ehrenamtlichen, die sich in der Integrationsarbeit engagieren. Und es spricht Steinbachs Amt als menschenpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion Hohn.“

Moderator Jan Böhmermann äußerte sich natürlich auch:

Steinbach selbst war sich über die ihr zuteil gewordene Aufmerksamkeit offensichtlich erfreut - und nahm den Fehdehandschuh der Parteifreunde dankbar auf.

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