Wertvolle Fotos digitalisieren

Soll viel eingescannt werden, helfen professionelle Anbieter weiter.
Soll viel eingescannt werden, helfen professionelle Anbieter weiter.

Es gibt viele Gründe, alte Papierbilder oder Dias zu scannen / Welche Methode empfiehlt sich für wen?

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04. Dezember 2014, 20:56 Uhr

Sie verstauben in alten Schuhkartons auf dem Dachboden oder in Alben im Regal: Papierfotos und Dias fristen im digitalen Zeitalter oft ein einsames Nischendasein. Wer seine alten Fotos digitalisieren möchte, steht vor der Frage: Selbst scannen oder scannen lassen? Ab wann lohnt es sich, Geld für einen Profi auszugeben? „20 bis 50 Bilder oder Dias gehen auch zu Hause“, findet Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband. Wer dagegen sein ganzes Archiv digitalisieren will, brauche fremde Hilfe - oder sehr viel Zeit. Sie rät, bei einer größeren Zahl nach Mengenrabatten zu fragen. Zum Leistungsumfang sollte dabei auch das Entfernen von Staub gehören. Bei manchen Anbietern seien die Preise je nach Auflösung verschieden, ergänzt Wolf. Und einige berechneten das Brennen auf DVD extra. Geht es nur um einige Abzüge, könne man es zunächst mit dem Multifunktionsscanner zu Hause probieren, sagt Wolf. Für größere Mengen gibt es unterschiedliche Spezialscanner: Entweder wie im Multigerät Flachbettscanner, bei denen die Bilder oder Dias auf eine Glasplatte gelegt und abgetastet werden. Oder Diascanner, bei denen gerahmte Dias oder Filmstreifen (auch Negative) mit einem speziellen Halter von Hand durch den Scanner gezogen werden. Bei einigen teuren Geräten können komplette Diamagazine eingelegt werden. Bei Diaduplikatoren oder mit Scanner-Apps fürs Smartphone werden die Originale einfach abfotografiert. Das spart Zeit: „Alle Verfahren, die auf Abfotografieren beruhen, gehen schnell“, erklärt Wolf. Die Qualität hochwertiger Scans sei damit aber nur selten zu erreichen. Das gilt gerade für Handykameras. „Schwarzweißabzüge in alten Fotoalben sind manchmal sehr klein, da sollte man auf jeden Fall das Negativ nehmen“, rät Fotografin Clauß. Wer die Bilder nur verschicken oder in sozialen Netzwerken posten will, könne durchaus eine geringere Auflösung wählen. Er widerspricht auch dem Argument, dass Speicherplatz nichts mehr koste: „Viele Menschen speichern auch in der Cloud, und da muss oft noch nach Gigabyte bezahlt werden.“ Das Archivieren auf einer externen Festplatte bringt dagegen nicht so viel, wenn beide am selben Ort stehen. Dann haben Anwender bei einem Brand, Wasserschaden oder einem Diebstahl der Festplatte schnell ein Problem.

Und was geschieht mit den Originalen? „Es kommt natürlich darauf an, wie sehr man am Original hängt“, sagt Wolf. „Alte Abzüge haben einen Nimbus, anders als unpersönliche Bits und Bytes.“ Vielleicht sei die Scannertechnologie in Zukunft so weit, dass man Ergebnisse erzielen kann, die heute nur mit großem Aufwand möglich seien. Auch Clauß rät, die Originale aufzuheben, da Speichermedien nicht ewig halten.

Was aber, wenn man nur einmal die Diasammlung scannen will und danach nie wieder einen Scanner braucht? Geräte, die ganze Magazine einziehen, kosten neu deutlich mehr als 1000 Euro. Kleine Firmen verleihen ihre Scanner lokal oder verschicken sie bundesweit. Werner Weisrock bietet so einen Service unter Dia-scanner-mieten.de an: Der Verleih kostet 69 Euro Grundpreis, für jeden Tag kommen 5 Euro hinzu. Und Jens Kestler von Mietscanner.de verlangt als Grundpreis 89 Euro plus 8,95 Euro pro Tag. Er verleiht Geräte im Set mit Laptop, Anleitung, Magazinen und Software. „Der Rechner ist mit dem Scannen weitgehend ausgelastet, da können Sie nicht viel nebenbei machen. Außerdem gibt es so keine Treiber- oder andere Probleme“, erläutert der Unternehmer aus Schwarzach (Bayern).

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