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Internetgeschwindigkeit : Wer welches Surftempo braucht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zocken, streamen oder hochladen? Jeder Nutzertyp sollte individuell die Internetgeschwindigkeit auswählen

Vorbei ist die Zeit, als Internetnutzer sich im Schneckentempo durch das Internet quälen mussten. Höchstgeschwindigkeiten, die Universitäten und Firmen vorbehalten waren, sind heute auch für Privatverbraucher erschwinglich. Aber nicht jeder braucht den Datenturbo mit bis zu 100 Mbit/s.

Die Nutzertypen im Überblick:

Gelegenheitssurfer: Für E-Mails, Nachrichten und Facebook braucht man nicht mehr als reguläres DSL, sagt Christian Schlüter von der Stiftung Warentest.

Streamer: Für Songs und Filme in niedriger Qualität reicht reguläres DSL. HD-Videos brauchen mindestens DSL mit 16 Mbit/s - sonst drohen Qualitätsschwankungen und Ladepausen.

Zocker: Spaß machen Online-Spiele an PC und Konsole nur mit einer anständigen Verbindung. Die muss aber gar nicht besonders schnell sein, kurze Latenzzeiten sind wichtiger. Die Latenzzeit verrät, wie schnell ein Internetanschluss auf Befehle reagiert.

Datensammler: Wer viel herunterlädt, zahlt auch mehr oder wird irgendwann gedrosselt - zumindest im mobilen Internet. Bei DSL und Co. ist das inzwischen aus der Mode. „Bei DSL und Kabel gibt es das nur bei extrem großen Datenmengen“, sagt Schlüter. Andere Anbieter drosseln gezielt Filesharer. Für solche Anwender lohnt sich vor der Unterschrift daher ein Blick ins Kleingedruckte.

Großfamilie: Wenn fünf Nebenbei-Surfer unter einem Dach leben, werden die ganz schnellen Verbindungen interessant, so Experte Schlüter: „Teile ich 50 MBit auf, bleibt da natürlich mehr für jeden übrig als mit 16.“

Uploader: Fotos in der Cloud, wichtige Daten auf dem Backup-Server und die Videospiele live ins Netz übertragen, erfordert hohes Upload-Tempo. Wer viel hochlädt, sollte sich daher nach speziellen Tarifen umsehen, die schnellere Uploads versprechen.

Abgeschnittene: Wo kein DSL- oder Datenkabel hinreicht, ist der schnelle Mobilfunkstandard LTE meist die einzige Alternative, aber mit Nachteilen. Er muss in der Funkzelle mit anderen geteilt werden, ist teurer und nicht ohne Downloadlimit mit Drosselung der Geschwindigkeit.

Bleibt der gewählte Anschluss hinter dem versprochenen Tempo zurück, kann man wenig tun.  Die Höchstgeschwindigkeit mit dem Vertragszusatz „bis zu“ ist ein theoretischer Wert. Bleibt der Anschluss dauerhaft unter 50 Prozent der Höchstgeschwindigkeit, sollte der Anbieter kontaktiert werden. Häufig werden Sonderkündigungsmöglichkeiten oder Rabatte angeboten

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