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Verbraucher-Info : Was gehört zum guten Heimkino?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Während am Flat-TV kein Weg vorbei führt, steht hinter Blu-ray, Settop-Box, Lautsprechern, Festplattenrecordern oft ein Fragezeichen

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 20:21 Uhr

In 36,71 Millionen Haushalten steht nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (agf) mindestens ein TV-Apparat. Gibt es an der Anschaffung eines Flat-TVs keinen Zweifel, so sind sich viele Verbraucher nicht sicher, welches Zubehör unverzichtbar ist.

„Neben einem guten Full-HD-Fernseher ab 40 Zoll Bilddiagonale ist ein Blu-ray-Player als universell einsetzbarer Zuspieler optimal“, sagt Herbert Bisges, Redakteur der Fachzeitschrift „Heimkino“. Aktuelle Geräte spielen neben DVDs und Audio-CDs auch Videos, Fotos und Musik von USB-Sticks, Speicherkarten und über das Netzwerk ab. Empfehlenswerte Blu-ray-Player gibt es Bisges zufolge ab etwa 200 Euro. Ultra-HD-Inhalte auf Blu-ray-Disk seien derzeit noch Zukunftsmusik.

Ein wichtiger Aspekt im Heimkino ist ansprechender Sound. „AV-Receiver können nur in Verbindung mit hochwertigen Lautsprechern ihr klangliches Potenzial voll entfalten“, betont Bisges. Für kleinere Budgets seien Soundbars oder Soundplates, am besten mit separatem Subwoofer, zu empfehlen. Diese werden in der Regel über nur ein Kabel mit dem Fernseher verbunden.

Auch wer keinen ganz neuen Flachbildfernseher mit Internetanschluss hat, kann trotzdem mediale Zusatzdienste aus dem Netz nutzen. Viele moderne Blu-ray-Player gestatten per WLAN oder Kabel Zugriff auf Internet-Videos, Online-Videotheken und App-Portale. „Wer besonderen Wert auf die HbbTV-Angebote der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender mit ihren Mediatheken legt, sollte einen internetfähigen Digitalreceiver ins Auge fassen“, sagt Bisges. Diese ermöglichen, TV-Aufnahmen auf Festplatte zu speichern und zeitversetzt fernzusehen. Wem es mehr um die Online-Welt, Spiele, Filme und Apps geht, sollte einen Blick auf Zusatzkistchen wie Apple TV, Amazon Fire TV oder den HDMI-Stick Google Chromecast werfen. Nicht mehr ganz so einfach wie zu Zeiten der Röhrenfernseher gestaltet sich mittlerweile der Kauf eines neuen Fernsehers. Das Angebot ist beinahe unüberschaubar. „Teure Geräte im XXL-Format, mit gebogenen Displays oder Ultrahochauflösung können ihre Stärken oft gar nicht ausspielen.“ Ultra-HD bietet zwar die vierfache Auflösung des bisherigen Full-HD, doch noch gibt es keinen TV-Sender, der Programme mit derart vielen Bildpunkten ausstrahlt. Die ersten superscharfen Inhalte liefern bislang nur spezielle Camcorder und vereinzelt Online-Streamingdienste.

Das Problem der UHD-Geräte: „SD- und HD-Material müssen die UHD-Geräte hochskalieren. Dabei kann es zu Bildfehlern kommen.“ Manche Full-HD-Fernseher erreichten deshalb teilweise sogar bessere Bildqualität als UHD-Modelle. Selbst wenn das Hochrechnen problemlos funktioniere: UHD-Qualität entstehe dadurch nicht.

Keine Gedanken müssen sich Heimcineasten über den Empfangsweg machen.„Ob ein Zuschauer Kabel oder Satellit nutzt, spielt für das Bild kaum eine Rolle“, lautet das Fazit der Stiftung Warentest. Bei den Anschlüssen sollte man darauf achten, dass ausreichend HDMI-Buchsen zur Verfügung stehen. Zwei können schnell zu wenig sein.

Wer eine Sendung später sehen möchte, hat zum Mitschneiden zwei Möglichkeiten: Immer mehr Flat-TVs gestatten Aufzeichnungen über eine USB-Buchse auf externe Festplatten und Sticks, eine Alternative dazu sind Festplattenrecorder. „Letztere bieten den Vorteil, dass die Inhalte zentral auf dem Gerät gespeichert sind. Wer nur mal seine Lieblingssendung aufzeichnen und nicht alle Inhalte dauerhaft archivieren möchte, fährt mit einem Festplattenrecorder am besten“, sagt Dirk Weyel, Redakteur der Zeitschrift „HiFi Test“. Einen wichtigen Ratschlag hat die Stiftung Warentest parat: „Wer regelmäßig eine Sendung aufnehmen und zeitgleich eine zweite ansehen will, braucht einen Fernseher mit Doppelempfänger.“

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