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Digital

21. November 2017 | 00:14 Uhr

Schadsoftware : Vorsicht vor E-Mail-Spam

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Experten warnen: Wer antwortet, erhält noch mehr unerwünschte Post oder wird Opfer eines Betruges.

Jeder Nutzer eines E-Mail-Accounts kennt Spam-Mails. Werbung für obskure Fruchtbarkeitsprodukte, Post von nigerianischen Prinzen, oder vermeintliche Sendungsnachverfolgungsmails von Paketdiensten – Millionen davon geistern täglich durch die digitale Welt. Wer so eine unerwünschte Mail bekommt, sollte vor allem eines tun: sie umgehend löschen.

Auf keinen Fall sollten Empfänger in irgendeiner Form auf den Spam reagieren, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Soll heißen:  Keine in den Nachrichten enthaltenen Links anklicken, keine Anhänge öffnen und auf keinen Fall auf die Mails antworten. Das hat gleich mehrere Gründe. Hinter Links auf andere Seiten kann Schadsoftware lauern. Oder Nutzer geraten auf präparierte Webseiten, auf denen persönliche Daten für Onlinebanking oder andere Nutzerkonten ergaunert werden sollen. Anhänge an Mails können ebenfalls gefährliche Dateien enthalten, die den Rechner digital verseuchen, Daten ausspähen oder Fremden den Zugriff erlauben.

Wer auf Spam-Mails antwortet, spielt den Absendern auf andere Weise in die Hände: Er gibt ein Lebenszeichen von sich. In der Regel werden die Nachrichten massenhaft und automatisiert verschickt. Wie viele der aus Datenbanken gesammelten oder nach bekannten Adresssystematiken zusammengestellten Adressen tatsächlich aktiv sind, wissen die Spammer nicht. Erhalten sie eine Antwort, ist klar: Diese Adresse ist aktiv. Die Folgen können weitere Spam-Mails sein, aber auch zielgerichtete Betrugsversuche mit persönlicher Ansprache, die schwieriger zu erkennen sind.

Deswegen sollten Spam-Mail, die es durch den Filter geschafft haben, direkt gelöscht werden. Sofern es das Mail-Programm unterstützt, können sie auch von Hand als unerwünscht markiert werden.

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