zur Navigation springen

Technik-Klassiker : Von Amiga bis Zip-Drive

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kennen Sie noch die Technik-Klassiker der 80er und 90er?

An Walkman, Game Boy oder Amiga 500 werden sich viele noch recht gut erinnern. Bei einem Laserdisc-Player, einem Zip-Drive oder Pagern dürfte die Erinnerung hingegen schon etwas verblasst sein. Egal ob schnell gescheitert oder erfolgreich legendär: Folgende Geräte waren Meileinsteine ihrer Zeit.

Laserdisc

1978 begann ein neues Heimkino-Zeitalter: Mit der Laserdisc sorgte ein verschleißfreies optisches Film-Speichermedium für Furore - ganz im Gegensatz zur damals gängigen VHS-Kassette. Allerdings waren Laserdiscs nicht gerade günstig, und teils dauerte das Einlesen ziemlich lange. „Soweit ich mich erinnere, war das Filmangebot auch klar auf Mainstream angelegt“, sagt Olaf Sturm, Chefredakteur der Fachzeitschrift „hifi & records“. Im Herbst 1999 erschienen die letzten Laserdiscs mit deutschsprachigem Inhalt. Dann eroberte die DVD den Massenmarkt.

Walkman

1979 war quasi das Geburtsjahr des mobilen Musikhörens. Wer dabei sein wollte, musste 329 D-Mark für das Ur-Modell zahlen. „Der Walkman von Sony war eine Institution“, sagt Olaf Sturm. „Nicht nur, dass er hervorragend Musik wiedergeben konnte, er war quasi ein erstes Lifestyle-Produkt.“ Zu den schönsten Hobbys jener Zeit gehörte es, Mix-Tapes zu erstellen, erinnert sich Sturm. Die letzte Walkman-Serie ging ab dem Jahr 2005 für knapp 30 Euro unters Volk.

Amiga 500

Ein Prozessor mit 7,09 Megahertz Taktfrequenz, 512 Kilobyte Arbeitsspeicher und einer Bildschirmauflösung von 640 mal 256 Bildpunkten - aus heutiger Sicht hatte der Amiga 500 von Commodore nicht viel zu bieten. Aber 1987 war der Rechner ein Traum. Für 1100 D-Mark war er einer der ersten bezahlbaren Computer, sagt Valentina Hirsch.

„Angeschafft wurde er mit dem Argument “Man kann damit auch Hausaufgaben machen„.

“ Die Realität in den Kinderzimmern sah anders aus: „Wir haben dann tatsächlich überwiegend, sagen wir zu 120 Prozent, damit gespielt.“

Game Boy

1989 war ein revolutionäres Jahr - auch im Bereich des mobilen Spielens. Verantwortlich dafür war der Game Boy von Nintendo, eine portable 8-Bit-Videospielekonsole mit Schwarz-Weiß-Bildschirm. „Der Batterieverbrauch in unserem Haushalt stieg in absurde Höhen“, erinnert sich Valentina Hirsch, Redakteurin bei ZDF und 3sat. Wie Millionen andere spielte Hirsch Tetris bis die „Augen Klötzchenform hatten.“ Heute sieht man kaum noch Game Boys, findet aber viele Ebay-Angebote.

Zip-Drive

Als „kleine Revolution“ bezeichnet Axel Denk, IT-Experte aus Fulda, die Iomega-Laufwerke, die mit 100 Megabyte pro Zip-Diskette eine für Mitte der 90er-Jahre riesige Kapazität boten. „Bisher hatte man etwa 70 der klassischen 3,5-Zoll-Disketten benötigt, um 100 Megabyte zu archivieren“, erzählt Denk.„Datensicherung für Privatleute und Unternehmer wurde damit deutlich komfortabler.“ Doch die viel zuverlässigeren und günstiger werdenden CD-Brenner verdrängten das Zip-Drive ab dem Jahr 2000.

Skyper

Länger hielt sich der 1996 von T-Mobile eingeführte Pagerdienst Skyper, der erst 2013 eingestellt wurde. „Neben Textnachrichten konnte man gegen Gebühr auch Informationsdienste wie Wetter, Börsenkurse oder Nachrichten empfangen“, blickt Denk auf den SMS-Vorgänger zurück, der seit der rasanten Handy-Verbreitung nur noch ein Schattendasein fristete.

Jochen Wieloch

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen