Gamecheck: Syberia 3 : Unwürdige Fortsetzung

syberia-3-theguard_youkolecamp-gamezone

von
09. Mai 2017, 08:00 Uhr

Darauf werden nur ganz hartgesottene Adventure-Fans gewartet haben: Satte 13 Jahren nach Teil 2 ist nun „Syberia 3“ erschienen. Wieder spielen wir Anwältin Kate Walker, die es in die mythische Welt der normadischen Youkol verschlagen hat. Die Geschichte basiert auf den Vorgängern, ist jedoch auch ohne Vorwissen spielbar. Zumindest gilt das für die inhaltliche Seite, denn technisch macht es uns das Abenteuer mehr als schwer, die an sich wirklich gelungene Atmosphäre und die klassische Rätselkost zu genießen. So ist sowohl das Gameplay, die Grafik und die Vertonung unbegreiflich unausgegoren geraten. Das beginnt mit der hakeligen Steuerung, die am PC per Maus und Tastatur schlicht unspielbar ist. Durchgängig laufen wir wegen Perspektivwechsel per WASD-Tasten in die falsche Richtung, nichtsdestotrotz erfordern Interaktion millimetergenaue Ausrichtung der Protagonistin. Matschige Texturen wirken wie aus der Mottenkiste der Computerspielhistorie. Lippensynchronität ist in „Syberia 3“ nur eine Legende, die Dialoge werden während des Gesprächs einfach abgeschnitten, die Untertitel eine Beleidigung für jeden Muttersprachler. Schade, denn die Story ist abwechslungsreich und hätte das Potential zu unterhalten. Doch im gegenwärtigen Zustand ist das Adventure kein Kauftipp.

Das Fazit

Die musikalische Untermalung von Komponist Inon Zur (Fallout 4, Dragon Age) ist das einzige wirkliche Highlight dieses technischen Totalausfalles. Übrigens gibt es „Syberia 2“ momentan beim EA-Dienst Origin im Moment noch als kostenlosen Download.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen