Google : TV-Stick und schicke Datenuhren

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Google will mit seinem Chromecast deutsche Wohnzimmer erobern und heizt mit Android Wear zudem den Smartwatch-Wettbewerb an.

svz.de von
19. März 2014, 19:07 Uhr

Mit zwei Neuheiten sorgt Google nun auf dem deutschen Markt für Aufsehen: Zum einen ist der HDMI-Stick Chromecast ab sofort auch bei uns erhältlich, zum anderen weitet der Konzern seine Smartphone-Plattform mit dem Projekt Android Wear weiter aus.


Inhalte per WLAN aus dem Internet


Chromecast-Nutzer können mit dem Gerät Bilder, Videos und andere Inhalte aus dem Netz über ihr Tablet oder Smartphone zum Fernseher streamen. Die Übertragung funktioniert aber nur mit Apps, die Chromecast unterstützen. In Deutschland sind das aktuell u. a. Google-Dienste wie YouTube und Play Music sowie die Online-Videotheken Watchever und Maxdome.

In diesen Apps lassen sich Inhalte mit einem Tastendruck zum Chromecast und damit zum Fernseher weiterreichen. Danach läuft die Übertragung ohne Beteiligung von Handy oder Tablet weiter. Nutzer können also z. B. im Netz surfen, während Chromecast einen Film streamt. Allerdings ist der Stick nur dafür gedacht, Inhalte per WLAN aus dem Internet zu beziehen. Lokal gespeicherte Fotos oder Videos lassen sich damit nicht zum Fernseher übertragen. Der Google Chromecast kostet 35 Euro.

Der Stick ist allerdings längst nicht das einzige Gerät, das Inhalte aus dem Netz auf den Fernseher bringt. Streaming-Boxen gibt es von zahlreichen Herstellern. Der Preis liegt in der Regel unter 100 Euro. Eine weitere Alternative sind USB-Sticks mit Android oder der Raspberry Pi, die gleich ein ganzes Betriebssystem an Bord haben - solche Lösungen sind aber eher für Bastler. Wer lokal gespeicherte Inhalte streamen will, braucht oft gar kein weiteres Gerät.


Relevate Infos anzeigen und Steuern per Sprache


Das Projekt Android Wear soll u. a. dafür sorgen, dass in den Displays von Datenuhren relevante Informationen angezeigt werden und man Geräte sowie angeschlossene Smartphones mit Sprachbefehlen steuern kann. Als erste Hersteller kündigten Motorola und LG Smartwatches mit der Software an. Die Plattform ist auch für andere Arten tragbarer Computer gedacht. Schnittstellen für diverse Sensoren sollen Gesundheits-Funktionen möglich machen.

Google heizt damit den Wettbewerb bei Smartwatches weiter an. Computer-Uhren gelten als „das nächste große Ding“ im globalen Technik-Geschäft. Apple arbeitet laut Medienberichten unter Hochdruck an einer iWatch, die mit iPhones verbunden werden kann. Der weltgrößte Smartphone-Anbieter Samsung preschte bereits 2013 mit seiner Smartwatch Galaxy Gear vor. Bei der jüngst vorgestellten zweiten Generation wechselten die Südkoreaner von Android zum eigenen Betriebssystem Tizen.

Außerdem gibt es bereits zahlreiche Modelle verschiedener Hersteller auf dem Markt. Viele dieser Uhren sind aber noch klobig und leiden an Problemen wie kurze Batterie-Laufzeiten oder Lücken im Zusammenspiel mit Smartphone-Apps. Die wenigsten Hersteller entschieden sich dafür, sie als eigenständige Geräte zu entwerfen, die kein verbundenes Handy brauchen.

Der Handy-Pionier Motorola, der zuletzt zu Google gehörte und jetzt von dem Computer-Hersteller Lenovo übernommen wird, veröffentlichte bereits Bilder von seiner Smartwatch Moto 360. Sie sieht wie eine klassische Uhr mit Display statt Zifferblatt aus. LG entschied sich für ein rechteckiges Design. Der Uhren-Hersteller Fossil kündigte ebenfalls eine Zusammenarbeit mit Google bei Android Wear an.

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