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Digital

17. Oktober 2017 | 13:44 Uhr

Tipps für Vieltipper

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Andockbare Funk-Tastaturen für Tablets können eine echte Alternative zum Notebook sein

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Ein Einsteiger-Tablet, dazu eine gute Tastatur – fertig ist das Notebook? Für viele ist das eine verlockend günstige Kombination – nicht ganz zu Unrecht. „Die erhältlichen Produkte sind inzwischen prinzipiell ausgereift und ermöglichen ein deutlich schnelleres Arbeiten als mit virtuellen Tasten“, erklärt Michael Knott, Redakteur beim Technik-Portal „Netzwelt.de“.

Meist handelt es sich bei den Zusatz-Keyboards um komplette Tastaturhüllen, oft als Folio bezeichnet, die zusammengefaltet Schutz für Vorder- und Rückseite des Tablets bieten. Seltener sind die kleinen Geschwister, die als Tastaturcover nur das Display vor Kratzern bewahren, dafür aber auch weniger kosten, wiegen und auftragen. „Vielen Kunden ist es sehr wichtig, dass verwendetes Zubehör ihren Tablet-PC so schlank wie möglich belässt“, sagt Karsten Kunert, Sprecher des Zubehörherstellers Belkin. Das spreche für Tastaturen ohne rückseitige Abdeckung. Wenn sie nicht benötigt werden, sind sie außerdem mit ein paar Handgriffen weniger zu entfernen als Folios. Bei beiden Systemen gewährleisten Magnete oder Steckverbindungen den physischen Zusammenhalt, die Datenübertragung läuft per Bluetooth.

Üblicherweise passen Außenmaße und Sondertasten der mobilen Keyboards nur zu genau einem Tablet oder zu einer Serie. Die größte Auswahl gibt es für Apple’s iPad-Familie. Und wer mit einem Windows-Tablet arbeitet, muss nehmen, was er kriegen kann. Wenn überhaupt, bieten nur die Hersteller selbst Zubehör an – Microsofts eigenes Tablet Surface wird zum Beispiel direkt mit Tastatur verkauft.

Auch die Erfüllung von Extrawünschen ist daher bisher meistens iPad-Besitzern vorbehalten. Manche Modelle erlauben zum Beispiel, das Tablet nicht nur horizontal, sondern auch vertikal aufzustellen. Das soll bei der Arbeit an Dokumenten die Übersicht verbessern. Hochpreisige Modelle haben außerdem beleuchtete Tasten oder können das Tablet automatisch in den Ruhemodus versetzen und daraus aufwecken.

Das schönste Feature ist jedoch nur ein schwacher Trost, wenn die Verarbeitungsqualität nicht stimmt. „Die Unterschiede in der Verarbeitung sind groß und leider nicht an den Preis gekoppelt“, erklärt Michael Knott. Typische Mängel sind rasch verschleißende Materialien, schwache Magneten und zu eng gesetzte, sich verhakende Tasten. Unterschiedlich ist außerdem die Laufzeit der fest verbauten Akkus in den Tastaturgehäusen, die separat aufgeladen werden müssen. Sie liegt zwischen 80 und 360 Stunden. Das ist aber deutlich mehr als die Tablets selbst pro Aufladung bieten und daher in der Praxis unproblematisch. „Für längere Schreibarbeiten am Stück ist genug Energie vorhanden“, so Knott.

In einem kürzlich veröffentlichten Test der Zeitschrift „Mac & i“ wurden bei den Tastaturcovern unter anderem das Ultrathin Keyboard Cover von Logitech (ab circa 80 Euro) und das ZAGGkeys PROplus (90 Euro) lobend erwähnt. Bei den Tastaturhüllen hinterließen das YourType Etui von Belkin (60 Euro) und das KeyStand von Kensington (50 Euro) einen guten Eindruck. Insgesamt hatte die Zeitschrift acht Funktastaturen für iPad und iPad Mini getestet.

Trotz allem werden Geschäftsreisende und andere anspruchsvolle Nutzer das klassische Notebook aber weiter der Tablet-Tastatur-Kombi vorziehen. „Eine hochwertige Laptop- oder Schreibtisch-Tastatur lässt sich damit nicht ersetzen“, urteilt Knott. Denn die weiter auseinanderstehenden Tasten in Desktop- und Notebook-Tastaturen minimierten das Tippfehler-Risiko. Zudem sei im Unterschied zu Notebooks praktisch kein Tablet-Keyboard standfest genug, um damit auf dem Schoß arbeiten zu können.

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