Fotografie : Tipps für tolle Kinderfotos

 

 

Sommer, Ferien, Urlaub – und die Kamera sollte dabei sein. Wie Ihnen gute Kinderbilder gelingen, erfahren Sie hier.

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16. August 2015, 16:00 Uhr

Auf Augenhöhe gehen
Der größte Fehler von Eltern ist, dass sie ihr Kind oft aus der Vogelperspektive – also ihrer eigenen – ablichten. Tipp: In die Knie gehen, auf den Boden legen, Augenhöhe schaffen. Die Perspektive des Kindes fängt unmittelbar die Situation ein, schafft Nähe und vermeidet die Langeweile einer Übersicht, in der man statt der Mimik des Kindes Sofa, Stühle und Schrank sieht.

Die Perspektive wechseln
Augenhöhe ist meistens die beste Wahl, Perspektivwechsel haben trotzdem ihren Reiz. Also: Sich beispielsweise auch mal über ein sitzendes Kind stellen und es nach oben in die Linse blicken lassen.

Verschiedene Situationen bannen
Immer gerne genommen: Kind im Urlaub, Kind im Zoo, Kind beim Geschenke auspacken. Oft aber sind es die alltäglichen Momente, die uns später besonders viel sagen. Zum Beispiel das Kind auf seinem Lieblingsstuhl beim Malen oder schlafend in seinem Buggy.

Unbeobachtet fotografieren
Wer vorher stets „Kuckuck!“ ruft, erntet das immer gleiche Strahlelächeln. Aber viel spannender sind Augenblicke, in denen das Kind nicht merkt, dass es fotografiert wird. Da sind die Augen beim Vorlesen ganz groß, da geht der Blick konzentriert auf die Bausteine, da werden die Bilder echt.

Am besten nach draußen
Gerade für Kinderfotos eignet sich natürliches Licht – den Blitz sollte man möglichst vermeiden. Scheint die Sonne, muss man natürlich darauf achten, dass das Kind die Augen nicht zusammenkneift und nicht zu starke Schatten auf seinem Gesicht liegen   (dann doch lieber gegenblitzen).

Bewegung fotografieren
Kinder sind ständig in Aktion – richtig fotografiert, können das tolle Bilder sein. Um Bewegungen einzufrieren sollte man das Sportprogramm in seiner Kamera oder manuell eine kurze Verschlusszeit einstellen (circa 1/250 Sekunden). Tipp für Laien: Mit seiner Digitalkamera schon einmal scharf stellen, indem man den Auslöser halb durchdrückt – dann fängt sie schnell den Moment ein, auf den es ankommt.

Details und Großaufnahmen
Bei Babys gern genommen: Die kleinen Füße, die unter der Decke hervorlugen. Doch auch bei älteren Kinder sollte man ab und zu ganz nah herangehen. Das Gesicht in Großaufnahme kann ein tolles Motiv sein. Übrigens: Besonders reizvoll ist hier die Tiefenschärfe – wenn also der Hintergrund unscharf ist. Erreichen kann man das, indem man diese manuell einstellt (große Blende, lange Brennweite), die Portraitfunktion seiner Kamera nutzt oder sich vom Kind etwas weiter entfernt und heranzoomt.

Alben anlegen
Was jeder von seinen Urlaubsfotos kennt, gilt auch für Bilder vom Kind: Die Dateien versauern oft im Computer. Auslese, Anordnung und Präsentation in einem Album – ob per Klebestift oder am PC – machen sie wieder reizvoll. Ein Album gibt man auch gerne mal einem Gast in die Hand – oder schaut es selbst immer wieder an.

Nicht inflationär knipsen
So verlockend es auch ist, jede Regung des Sprösslings zu bannen – man sollte die Kamera auch mal liegen lassen. Um nicht in einem Wust aus Bildern zu ertrinken, den kein Mensch mehr ordnen möchte. Damit ein Foto etwas Besonderes bleibt. Damit das Kind nicht zu einer kleinen Fotomaschine wird, die sofort lächelt, wenn die Kamera in seine Nähe kommt. Und damit man die oft schönsten Momente mit seinem Kind nicht nur durch die Linse sieht. Andererseits: Wer ein tolles Motiv vor der Kamera hat, sollte ruhig draufhalten – im Nachhinein dann aber auch die schlechten Bilder löschen.

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