Gamecheck: Fallout 4 : Strahlende Zukunft

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Wie gewohnt hohes Niveau, aber wenig Innovationen

von
29. November 2015, 19:24 Uhr

Der langersehnte vierte Teil der „Fallout“-Reihe ist endlich erschienen. Die Rollenspiel-Serie bleibt sich treu: Wir streifen 200 Jahre nach einem Atomkrieg auf der Suche nach überlebenswichtigen Gütern, Gerechtigkeit und der eigenen Identität diesmal durch das zerstörte Gebiet rund um Boston. Die meisten Gegner sind aus den Vorgängern bekannt: Supermutanten, verstrahlte Tiere, Roboter, Ghoule, und Gangster machen den Helden das Leben schwer. Grafisch vollführt „Fallout 4“ zwar einen Schritt nach vorn, jedoch wirkt vieles schon aus der Vorgängern vertraut. Selbst die kultigen Oldies aus dem Radio sind die gleichen wie zuvor. Auch spielerisch verwirren keine Neuerungen. Einzig das Crafting, also die Modifikation von Gebrauchsgegenständen, wurde deutlich ausgebaut. Dabei wird die große Schwäche des Endzeit-Epos deutlich: Entwickler Bethesda hat es versäumt, der PC-Variante eine angemessene Steuerung zu verpassen. Das ganze Spiel wirkt lieblos von der Konsole portiert, so dass die Navigation durch Menüs zur Qual wird. Absurd wird es, wenn im Inventar der Name von Gegenständen nicht mehr lesbar ist, weil dort die Auflösung so gering ist. Doch hat man sich mit diesen ärgerlichen Mängeln abgefunden, greift wieder das typische Suchtprinzip bei der Jagd nach besserer Beute.

Das Fazit

Für sich genommen ist „Fallout 4“ ein fantastisches Spiel, das für Monate fesseln kann. Jedoch hinterlassen Innovationsarmut und technische Schwächen einen faden Beigeschmack. Schade, denn „Fallout“ war und ist eine der besten Serien des Genres.

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