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Abgekupfert von Snapchat : Stories-Funktion jetzt auch bei Facebook

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Selbstlöschende Bilder- und Videogeschichten kennen wir – von Snapchat. Auch Facebook will die Funktion einbinden.

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2017 | 11:53 Uhr

Erst Facebooks Fotodienst Instagram, jetzt auch noch Facebook selbst: Der US-Konzern greift nach der Stories-Funktion für sein soziales Netzwerk. Die vom Konkurrenten Snapchat entwickelte Funktion mit Foto- und Videoinhalten finden Nutzer auf immer mehr Plattformen. Ein Frontalangriff auf den Vorreiter.

Laut „Business Insider“ wird die neue Funktion zunächst in Irland getestet. In den kommenden Monaten solle sie auf die Facebook-App für Nutzer in anderen Länder ausgeweitet werden, heißt es.

Die Stories-Funktion soll identisch mit der sein, die Facebook im August weltweit auf seinem Fotodienst Instagram eingeführt hat: Nutzer können Fotos und Videos hochladen und so eine Geschichte erzählen. „Wie Menschen, teilen ist heute anders als vor fünf oder sogar zwei Jahren“, teilt Facebook gegenüber „Business Insider“ mit. „Es ist visueller mit mehr Fotos und Videos denn je.“ Darauf will man mit Stories reagieren. Im Newsfeed soll sie den Facebook-Freunden nicht angezeigt werden, ebenso nicht in der Timeline auf dem eigenen Facebook-Profil. Die Nutzer müssen sie bewusst aufrufen. Nach 24 Stunden verschwindet die Story automatisch wieder - genau wie bei Snapchat. Instagram-Chef Kevins Systrom macht keinen Hehl daraus, dass die neue „Stories“-Funktion seiner Foto-App vom Konkurrenten Snapchat abgekupfert ist. „Ihnen gebührt all der Verdienst“, sagte er im August.

Facebook blitzte bei dem Chef der 2011 gestarteten App Snapchat, die bekannt wurde mit ihren selbstlöschenden Bildern und Chats, mit einem Kaufangebot ab. Mit dem Übernahmeversuch wollte Facebook sich die junge Zielgruppe sichern, die vermehrt auf Snapchat zu finden ist.

150 Millionen Menschen nutzen die Story-Funktion täglich bei Instagram - das sind in etwa so viele Nutzer, wie Snapchat sie insgesamt vorweisen kann.

Nutzer des Facebook-Messenger könnten demnächst über Werbebanner stolpern. Facebook gab bekannt, dass man eine entsprechende Funktion für Werbetreibende in Australien und Thailand teste. Die Anzeigen sollen zunächst nur im Homescreen und in Konversationen mit einem Unternehmen auftauchen. Private Messenger-Konversationen bleiben werbefrei.

Mit der neuen Funktion reagiere man auch die große Nachfrage von Unternehmen zu Werbemöglichkeiten im Messenger. Nutzer sollen die Anzeigen über ein Drop-down-Menü aber ausblenden und melden können.

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