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Tipps für Hobbyfotografen : Starke Porträts schießen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Was für Urlaubs- oder Geburtstagsschnappschüsse funktioniert, reicht für Porträtfotos nicht aus

Blasse Haut, verschwommene Gesichter, störender Hintergrund? Menschen zu fotografieren, ist nicht leicht. Für ansprechende Bilder, die den Porträtierten authentisch wiedergeben, müssen Fotografen einiges bedenken.

Kamera

Schöne Fotos gelingen auch ohne teure Ausrüstung. „Grundsätzlich sind alle Kameratypen möglich“, sagt Victoria Bonn-Meuser von der Schule für Fotografie in Berlin. Manuelle Einstellungen von Blende und Belichtung bietet mehr Möglichkeiten zur Gestaltung. Smartphones eignen sich wegen der kurzen Brennweite und dem kleinen Sensor nicht.

Objektiv

Wer eine Kamera mit Wechselobjektiven hat, greift am besten zu Festbrennweiten im leichten Telebereich. Am natürlichsten fotografieren Normalobjektive ab 50 mm, da sie nicht verzerren. Weitwinkelobjektive sind problematisch, weil der Fotograf damit sehr nah an den Porträtierten heran muss.

Hintergrund

Grundsätzlich sind neutrale, einfarbige Hintergründe gut, weil sie nicht ablenken. Will man eine bestimmte Landschaft oder das Hobby des Porträtierten integrieren, muss der Fotograf auf störende Elemente achten. Laternenmasten oder Schilder sind unschön, vor allem, wenn sie dem Modell aus dem Kopf wachsen.

Licht

Für Fotos im Freien eignet sich ein bewölkter Tag, da die Wolken das Licht gleichmäßig streuen. Die Mittagssonne ist tabu, weil sie zu viele Schatten erzeugt. Wer drinnen fotografiert, kann als Lichtquelle ein Fenster nutzen. Um das Gesicht aufzuhellen, können Hobbyfotografen statt einem Reflektor auch Styropor oder weiße Pappe verwenden.

Einstellungen

Da der Hintergrund möglichst unscharf verschwimmen soll, ist eine offene Blende nötig, zum Beispiel zwischen 1,8 und 3,5. Dabei ist es wichtig, immer die Augen zu fokussieren, denn die sollten auf jeden Fall scharf sein. Eine kurze Belichtungszeit und niedrige ISO-Werte (etwa bis 200) vermeiden Verwackeln und Rauschen.

Kleidung

Damit der Porträtierte sich wohlfühlt, ist passende Kleidung wichtig. „Man sollte drei bis vier Sachen mitbringen und dann überlegen, wonach ist mir gerade?“, schlägt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband vor. Auch ein wenig Schminke schadet nicht, damit die Haut nicht zu sehr glänzt. Brillen besser abnehmen, denn sie erzeugen sonst schnell Spiegelungen.

Atmosphäre

„Ein gutes Porträtfoto setzt voraus, dass der andere nicht verkrampft“, erklärt Constanze Clauß. Daher sei es wichtig, mit dem Porträtierten zu sprechen und ihn einzubeziehen. Dazu gehört auch, hin und wieder Fotos zu zeigen. Das bringt den Porträtierten zum Lächeln“, rät Fotografin Bonn-Meuser. Wichtig ist auch, dass der Fotograf immer in Hab-Acht-Stellung bleibt - die schönsten Fotos entstehen oft spontan.

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