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Vergleichen : Sparen mit Preissuchmaschinen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schnäppchenjäger sollten bei der Suche nach günstigen Angeboten im Internet immer vergleichen

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2014 | 20:35 Uhr

Früher waren Preisvergleiche viel mühsamer als heute. Man musste von Geschäft zu Geschäft laufen oder Kataloge wälzen. „Inzwischen braucht man im Laden nur das Smartphone zu zücken. Das hat die Macht der Konsumenten um einiges erhöht“, sagt Tobias Arns vom IT-Verband Bitkom.

Viele Verbraucher starten den schnellen Preisvergleich, indem sie einen Produktnamen googeln. „Wenn man den Namen eines Produkts eingibt, bekommt man zu den Suchergebnissen oft das Vorschaubild des Gegenstandes mit einem Preis“. Der Google-Dienst biete aber keine volle Transparenz, warnt er. Google weist selbst darauf hin, von den Händlern eine Vergütung zu bekommen. „Diese Zahlung ist einer von mehreren Faktoren, die für das Ranking dieser Ergebnisse verwendet werden“, heißt es auf der Webseite von Google Shopping.
Bei anderen Preissuchmaschinen kann man sich in der Regel darauf verlassen, dass in der Ergebnisliste ganz oben immer das Produkt mit dem günstigsten Preis steht. Allerdings zahlen die Händler auch hier dafür, dass ihre Produkte gelistet werden. Die Vergleichsportale rufen aktuelle Angebote aus der Datenbank des Händlers ab. Kommt ein Geschäft zustande, erhält der Suchmaschinenbetreiber vom Händler eine Provision. Da nicht jeder Händler auch in jeder Suchmaschine vertreten ist, rät Arns dazu, mehrere Angebote zu prüfen. Dann sind Schnäppchen durchaus machbar. Im Schnitt lassen sich rund 30 Prozent sparen, hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZNRW) im September beim Test von neun Preissuchmaschinen ermittelt.

Zwei Aufgaben mussten diese absolvieren: fünf unverbindliche Preisempfehlungen (UVP) von Elektrogeräten und ein Elektronik-Schnäppchen aus Prospekten zu unterbieten. Das Ergebnis: Alle unterboten die Herstellerpreise um Längen, berichtet die Verbraucherzentrale. Anders sah es bei fünf zufällig ausgewählten Prospekt-Knüllern aus. Nur bei einem Produkt gelang es zwei Suchmaschinen, das Angebot zu unterbieten. Drei erzielten Gleichstand. Sparen lässt sich also auch offline.

Auf jeden Fall sollte man auf sehr unterschiedliche Suchergebnisse gefasst sein: Einmal gab es das beste Angebot für einen Drucker exklusiv nur bei einem Vergleichsportal, dann wiesen neun Portale acht unterschiedliche Best-
preise für einen Blu-Ray-Spieler aus, berichtet die VZNRW. Auch versteckte Kosten drohen. „Der billigste Preis muss nicht der günstigste sein“, sagt Stefan Kuhlins, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Heilbronn. „Die billigste Variante bezieht sich bei manchen Preissuchmaschinen beispielsweise nur auf die Barzahlung im Voraus“, sagt Kuhlins. Andere Zahlungsarten oder Retourgebühren können die Kosten weiter in die Höhe treiben.

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