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Gamecheck: Silence - The Whispered World 2 : Sonate in Moll

vom
Aus der Onlineredaktion

von
erstellt am 13.Feb.2017 | 09:00 Uhr

Das Grafikadventure „Silence“ ist der Nachfolger des Überraschungshits „The Whispered World“ aus dem Jahr 2009. Zum Verständnis der Handlung ist es Vorteil, den ersten Teil zu kennen, notwendig ist dies allerdings nicht. In „Silence“ gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten und neuen Figuren, denen jedoch etwas Charaktertiefe fehlt. Die wirkliche Stärke des Games ist seine umwerfende Grafik, die im Genre neue Maßstäbe setzt. Zwar bleibt der Titel im Kern ein Point-and-Klick-Adventure, allerdings orientiert sich die Präsentation gekonnt an Animationsfilmen, wie man sie aus dem Kino kennt. Auch die symapthischen Hauptfiguren nebst der unschlagbar süßen Raupe Spot deuten auf einen eher kindlichen Spaß hin. Doch weit gefehlt! Häufig genug gefriert ein Lachen. „Silence“ versprüht eine düster-schöne Traurigkeit, die auch ihren Widerklang in den getragenen grünstichigen Farben der Spielwelt findet. Überall zeigen sich Anzeichen von Verfall und sich vermengenden alternativen Realitäten. Das Adventure gipfelt im überraschenden Finale, das jedoch schon nach viel zu kurzer Zeit erreicht wird. Die Spielzeit ist mit deutlich unter 10 Stunden äußerst dürftig, jedoch wird man in diesen prächtig unterhalten. Die Zeiten, in denen Adventures ein Schattendasein fristeten, sind definitiv vorbei.

Das Fazit

„Silence - The Whispered World 2“ setzt neue Genre-Maßstäbe, was Grafik und Präsentation betrifft. Es ist der melancholische Abgesang auf eine sterbende Welt aus der Perspektive kindlicher Helden. Das Adventure ist ein Meisterwerk, wenn auch ein zu kurzes.

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