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Dumm gelaufen : Software-Panne: Apple verrät Details über neues iPhone

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Das ist gehörig daneben gegangen: Apple hat in den vergangenen Tagen unfreiwillig Details zum neuen iPhone, der nächsten Apple Watch und dem kommenden Apple TV verraten. Schuld ist ein Apple-Produkt, das erst im Dezember auf den Markt kommt.

svz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 20:45 Uhr

Apple gilt als eines der verschlossensten Unternehmen der Welt – besonders, wenn es um neue Produkte geht. Nun hat der Konzern jedoch ein mächtiges Eigentor geschossen: Eine vorab veröffentlichte Softwareversion von iOS 11, der nächsten Version von Apples mobilem Betriebssystem, liefert reihenweise Informationen über noch unveröffentlichte Produkte.

Entwickler schlachten Software aus

Die iOS-Version ist für Apples Lautsprecher Homepod gedacht, der erst im Dezember in den USA erscheint und 2018 in Deutschland auf den Markt kommen soll. Findige Entwickler haben sich direkt auf die Software gestürzt und bislang herausgefunden, dass:

  • Apple neben dem iPhone 7S ein völlig überarbeitetes iPhone veröffentlichen wird
  • das neue iPhone 8 / iPhone Pro auf der Vorderseite keinen Knopf (den „Homebutton“) hat
  • die Rahmen des neuen iPhones schrumpfen
  • das neue iPhone 8 / iPhone Pro eine Gesichtserkennung „Face ID“ bekommt, die den Fingerabdrucksenor „Touch-ID“ ergänzt oder ersetzt
  • beide Kameras des iPhone 8 / iPhone Pro Fotos und Videos mit 4K-Auflösung aufnehmen
  • der Bildschirm des neuen iPhone eine Auflösung von 2436 x 1125 Pixel hat (iPhone 7: 1334 x 750 Pixel, iPhone 7 Plus: 1920 x 1080 Pixel)
  • die noch unveröffentlichte Apple Watch Series 3 wohl eine LTE-Datenverbindung bekommt
  • der Homepod-Lautsprecher eigene Signal- und Alarmtöne bekommt und welche Auflösung der kleine Bildschirm hat
  • die nächste Version der Streaming-Box Apple TV 4K-Inhalte abspielen kann.

Wie konnte das passieren?

Das Software-Update für den noch nicht veröffentlichten Homepod-Lautsprecher war nach unbestätigten Informationen für die Tester der Homepod-Prototypen gedacht, die das Gerät in natürlichen Umgebungen testen sollen. Es sollte also nur für einen kleinen Kreis von Personen – zum Großteil, wenn nicht ausschließlich Apple-Mitarbeiter – verfügbar sein. Stattdessen veröffentlichte Apple eine für alle Entwickler verfügbare Beta-Version von iOS 11.0.2.

Apple veröffentlicht seit Jahren sogenannte Beta-Versionen seiner Betriebssysteme iOS und MacOS, die von Entwicklern auf Fehler überprüft werden, damit die an alle Nutzer verteilten Versionen möglichst wenig Fehler beinhalten. Seit iOS 9 können auch Nutzer ohne Entwickler-Konto Vorabversionen der Software testen. Diese Beta-Version sind entweder so bearbeitet, dass Code-Zeilen fehlen, die Aufschluss auf kommende Produkte oder Funktionen geben, oder die Software zeigt die Code-Zeilen nur an, wenn sie auf einem Gerät läuft, dass die Funktionen unterstützt. In diesem Fall hat Apple den Fehler mit einigen unangenehmen Veröffentlichungen bezahlt.

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