Betriebssystem wechseln : So gelingt der Datenumzug

Der Migrationsassistent hilft beim Datenumzug.
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Der Migrationsassistent hilft beim Datenumzug.

Wer das Betriebssystem wechselt, kann alte Dateien mitnehmen / Einige Dinge sollten aber beachtet werden

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07. April 2017, 21:00 Uhr

Wenn neue Programme nicht richtig laufen wollen und Spiele nur noch ruckeln, ist oft die Zeit für einen neuen Rechner gekommen. Und manch einer wechselt dabei auch gleich das Betriebssystem: Sei es von einem alten Windows zum neuen Windows 10 oder zu einem Mac- oder Linux-System – oder auch in umgekehrter Richtung. Die alten Daten können dabei mit umziehen. Manchmal gibt es sogar Umzugshelfer.

„Grundsätzlich kann man das, was man an Fotos, Videos, Texten und Musik auf seinem alten Rechner hat, einfach in entsprechende Ordner im neuen System kopieren, gegebenenfalls über eine externe Festplatte als Zwischenspeicher“, erklärt Rainer Schuldt von der „Computerbild“.

Während man die Daten mitnehmen kann, geht das mit den allermeisten Programmen nicht. Die müssen neu installiert werden. Aber auch da kann es Probleme geben. Denn dass die bisher genutzten und vielleicht gekauften Programme auch unter Windows 10 funktionieren, ist keineswegs sicher. Hier ist unter Umständen ein Update auf eine neue Programmversion erforderlich. Für Geräte wie Drucker oder Scanner müssen eventuell Treiber nachinstalliert werden.

Wer von Windows auf einen neuen Mac umzieht, hat es mit seinen Daten in jeder Hinsicht einfach. „Wenn es nur darum geht, Daten umzuziehen, dann kann man das per ,Drag and Drop’ und ,Copy and Paste’ machen“, sagt Josef Reitberger vom „Chip“-Computermagazin. „Da kann ich etwa Office-Dateien einfach per Hand kopieren.“ Wer trotzdem gerne ein grafisches Hilfsmittel hat, der kann den Migrationsassistenten nutzen. Das ist ein Programm, das Teil des Mac-Betriebssystem ist und im Ordner Dienstprogramme liegt. Das fragt den Nutzer: „Haben Sie ein Windows-Betriebssystem und möchten Sie mit ihren Daten umziehen?“ Dann führt es einen durch alle Schritte, erkennt die Dateien und überträgt sie zum Mac. Wie man es auch macht: Daten kann man zum Mac mitnehmen, bei den Programmen geht das nicht.

Wenn man seine Filme, Musik, Texte, Fotos auf eine externe Festplatte kopiert, um sie weiter am Mac zu nutzen, muss man darauf achten, dass sie im Dateiformat exFAT formatiert wurde, erklärt Schuldt. Nur dann kann sie ohne Probleme sowohl von Windows als auch vom Mac genutzt werden. Das unter Windows oft gebräuchliche NTFS-Format erkennt der Mac ohne Zusatzprogramm nicht.

Bei einem Wechsel zu Linux müssen sich Nutzer zwar bei etlichen Dingen umstellen. Was die Speicherorte für Dateien angeht, dürften sie sich aber schnell zurechtfinden. Denn auch bei Linux gibt es eine auf den Nutzer ausgerichtete Verzeichnis-Struktur, erklärt Hans-Georg Eßer, vom „EasyLinux“-Fachmagazin. „Nur dass das Wurzelverzeichnis nicht Users, sondern Home heißt.“ Dann kann man Inhalte, die im Verzeichnis „Users/Müller“ bei Windows liegen, eins zu eins in „Home/Müller“ bei Linux hineinkopieren.

Beim Kopieren der Daten muss man nur darauf achten, wie die Ordner heißen. Bei einer deutschen Sprachausgabe von Linux-Distributionen heißt es dann etwa Dokumente und nicht Documents. Wichtig ist auch, dass die Aktionen als normaler Benutzer und nicht als Administrator ausgeführt werden, damit man später als Nutzer auch einen leichten Zugriff auf die Daten hat, erklärt Eßer. „Das Problem bei einem Wechsel zu Linux ist aber eher, dass es ein paar Anwendungen aus der Windows-Welt bei Linux nicht gibt.“

Aber egal in welche Richtung der Systemwechsel geht: Das Wichtigste ist das Anfertigen eines Backups. Und zwar bevor man beginnt, die Daten zu verschieben.

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