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Freeware : So funktioniert freie Software

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gute Programme müssen nicht immer etwas kosten – und bieten längst mehr als die Abspeck-Variante des Originals

Für Software können Computerbesitzer viel Geld ausgeben. Müssen sie aber nicht, denn es gibt kostenlose Programme, mit denen sich am Rechner fast alles erledigen lässt. Diese Programme können es dabei mit kommerzieller, professionell genutzter Software durchaus aufnehmen.

Dabei gibt es einen Unterschied zwischen freier Software und solcher, die nur kostenlos ist – auch Freeware genannt. Freie Software „basiert auf vier Prinzipien, vier fundamentalen Freiheiten“, erklärt Matthias Kirschner, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE). Jeder hat damit das Recht, das Programm zu benutzen, zu verstehen, weiterzuverbreiten und zu verbessern. Für Privatanwender bedeutet das, dass sie ein solches Programm bedenkenlos kopieren und an Freunde weitergeben können. Das sei bei Freeware nicht immer der Fall, erklärt Kirschner. Da gibt es oft Einschränkungen , etwa dass ein Programm nur für private Zwecke, auf bestimmten Rechnern oder in bestimmten Ländern genutzt werden darf.

Zu den beliebtesten Open-Source-Programmen gehören etwa der Browser Firefox, das Mailprogramm Thunderbird und die Büroprogramme Openoffice oder Libreoffice. Größere Bekanntheit erlangte auch das Chatprogramm Pidgin. Es erlaubt eine verschlüsselte Kommunikation über den XMPP-Standard, der auch vom früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden eingesetzt wurde, um mit Journalisten zu kommunizieren, erklärt Kirschner.

Tatsächlich ist die Auswahl an kostenlosen und freien Programmen riesig. Wer sich einen Überblick verschaffen will, findet auf der Webseite www.opensource-dvd.de einen guten Einstieg. Der Onlinekatalog ist die Idee von Christian Trabi. „Es sind alles Open Source Programme, die auf Windows-Rechnern laufen“, sagt er.

Zu den beliebtesten Downloads gehöre der VLC Player, der nahezu jede Video- und Audio-Datei abspielt. Wer sich mehr für den Bereich Fotografie interessiert, sollte sich Digikam ansehen, eine Fotosuite zur Verwaltung und Bearbeitung von Fotos. Wenn es um die reine Bildbearbeitung geht, führt kein Weg an Gimp vorbei. Die Nutzeroberfläche des freien Photoshop-Konkurrenten ist jedoch alles andere als einsteigerfreundlich.

Wer Grafiken erstellen und bearbeiten will und sich schon etwas mit dem Thema befasst hat, sollte sich Blender 3D merken, sagt Trabi. Mit dem komplexen Programm lassen sich Animationen und Filme erstellen. Einige, wie „Big Buck Bunny“, wurden sogar ausgezeichnet.

Wo freie Software an ihre Grenzen stößt, kann Freeware gute Dienste leisten, erklärt Karsten Bunz von der Computerzeitschrift „Chip“. Das gilt etwa für den Videoschnitt. Da gäbe es Lightworks: Das Programm wurde für Hollywood-Filme entwickelt, ist aber auch als Freeware-Version verfügbar.

 

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