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Safer Internet Day : Sicher durchs Internet klicken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Youngdata.de“ wurde passend zum „Safer Internet Day“ als gemeinsame Initiative des Bundes und der Länder freigeschaltet

Ein Foto bei Facebook posten, ein Video bei YouTube anschauen oder etwas bei Google suchen – das alles geht blitzschnell. Was viele vergessen: Jeder Klick im Netz hinterlässt Datenspuren. Auf der Seite „Youngdata.de“ bekommen Kinder und Jugendliche Tipps, wie sie sicher online surfen und mit persönlichen Daten umgehen sollten. Das Jugendportal wurde gestern passend zum „Safer Internet Day“ (Infobox) als gemeinsame Initiative der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder freigeschaltet.

Mithilfe von Youngdata können Schüler lernen, sorgsam mit den eigenen Daten und den Daten anderer umzugehen und verstehen lernen, warum man bei vermeintlich kostenlosen Diensten mit seinen persönlichen Daten bezahlt. Dabei richtet sich die Seite in Aufbau, Sprache und Stil speziell an Jugendliche.

Mit Cartoons, Fotos, Karikaturen und in jugendgerechten Beispielen werden Tipps zur Nutzung von Facebook, WhatsApp, YouTube, Konsolen, Smartphones und anderen Anwendungen gegeben. Die Homepage klärt über die Gefahren von Cybermobbing auf und bietet Hintergrundinformationen zum Datenschutz im Allgemeinen. Nicht nur junge Leute, sondern auch Eltern, Lehrer und „Silver Surfer“ sollen auf der Seite angesprochen werden.

„Youngdata versteht sich als Beitrag der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder zur digitalen Grundbildung, die in unseren Schulen noch längst nicht den Stellenwert hat, der ihr angesichts der rasanten technischen Entwicklung zukommen müsste“, so Edgar Wagner, Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz. Er hatte die Idee für ein eigenes Online-Angebot für Jugendliche.

„Der vernetzende Charakter des Internets wurde bei den Kolleginnen und Kollegen des Bundes und der Länder aufgegriffen, so dass wir zukünftig an den Inhalten gemeinsam arbeiten und gleichzeitig weitere Angebote, nach Bundesländern geordnet, bereithalten,“ freute sich Reinhard Dankert, Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern.

Hintergrund für den Aufbau von Youngdata ist die Sorge von Datenschützern, dass mit Daten online freizügig umgegangen wird. Umfragen zeigen zwar, dass viele Jugendliche ihre eigenen Informationen durchaus schützen. So ändern viele die Einstellungen bei Online-Netzwerken wie Facebook und schränken ein, wer ihre Einträge lesen kann. Beim Umgang mit Informationen anderer gibt es aber nach wie vor große Probleme. Insbesondere Cybermobbing und deren Folgen sind bis heute noch kaum öffentlich thematisiert.

 

Hintergrund

Für mehr Sicherheit im Netz wurde gestern zum 12. Mal der „Safer Internet Day “ ausgerufen. In diesem Jahr stand in Deutschland das Thema „Grenzenloses Netz - wie weit gehe ich?“ im Mittelpunkt. Dazu wurden bundesweit Diskussionen um Themen wie Cybermobbing, Big Data oder auch der Genderrolle im Internet geführt. In rund 250 Veranstaltungen machten sich Initiativen, Schulen, Medien und Unternehmen für mehr Sicherheit im Internet stark. Die Freigabe des Jugendportals „Youngdata“ ist nur ein Beispiel dafür. Koordiniert wird der Safer Internet Day in Deutschland von der EU-Initiative „klicksafe“. Weltweit gab es gestern in über 100 Ländern Aktionen für mehr Internetsicherheit.

 

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