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Digital

14. Dezember 2017 | 03:42 Uhr

Gamecheck : Schweben statt fahren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wir testen Spiele für Sie. Heute: Sébastien Loeb Rally EVO

von
erstellt am 29.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Das Spiel

Rallyspiele erleben derzeit eine Renaissance auf dem Computerspielmarkt. Nach dem eher mittelprächtigem „WRC 5“ und dem großartigen „DiRT Rally“ schickt sich nun „Sébastien Loeb Rally EVO“ an, das Genre mit neuem Leben zu erfüllen. Die Fakten lesen sich beeindruckend: Mit dem Serienweltmeister Loeb wurde ein zugkräftiges Aushängeschild gefunden. Ein Spielmodus zeichnet die Karriere des Franzosen stimmungsvoll nach. Hier stimmt die Präsentation. 300 Streckenkilometer wurden versoftet, nicht weniger als 58 Wagen verschiedener Epochen stehen zur Auswahl. Das Game richtet sich ganz klar an Simulationsfans, die Rennen erfordern eine Menge Übung und Geduld, um einigermaßen akzeptable Ergebnisse zu erzielen. Daran ändern auch die vielfältigen optionalen Fahrhilfen nichts, leichte Siege wird es hier nicht geben. Und doch macht sich selbst unter Anhängern solcher brettharten Racer keine Begeisterung breit und das hat einen einfachen Grund: Grafisch ist das Spiel einfach nicht auf der Höhe der Zeit. Mögen die Strecken noch einigermaßen hübsch designt sein, das eigentliche Fahrgefühl ist eine Katastrophe. Die Autos scheinen über die Pisten zu schweben. Dieses Manko wiegt derart schwer, dass zu keinem Zeitpunkt echte Rallye-Atmosphäre aufkommen mag.

Das Fazit

„Sébastien Loeb Rally EVO“ hätte eine großartige Rennsport-Simulation sein können. Leider macht das mangelhafte Fahrgefühl alle tollen Ansätze zunichte. Schade, denn in Sachen Umfang und Präsentation geht Entwickler Milestone den richtigen Weg.

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