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Formatwechsel : Schöne Bilder groß rausbringen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lieblingsfotos kann man auf Postergröße abziehen, auf verschiedenste Trägermaterialien aufziehen und mit System aufhängen

Manche Fotos sind einfach zu schön, um sie in einem Album zu verstecken oder auf der Festplatte schlummern zu lassen. Sie gehören als großformatiger Abzug an die Wand. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Trägermaterialien.

„Eine preisgünstige und schöne Lösung ist Leinwand“, sagt Barbara Eitner vom Bund Deutscher Innenarchitekten. Eine Preisklasse darüber liegen Acrylglas oder Hartschaumplatten. Beständig seien auch Platten aus Aluminium mit Kunststoff (Alu-Dibond). „Das ist ein sogenanntes Sandwichmaterial, das ursprünglich für Werbetafeln im Außenbereich eingesetzt wurde und über den Messebau den Weg in die Innenräume gefunden hat“, erklärt Eitner. Eher selten ist der Druck auf Holz oder MDF-Platten.

Natürlich lassen sich Lieblingsfotos nach wie vor auch auf Papier drucken. „Man spricht dann von einem Fine-Art-Print“, sagt Constanze Clauß, Sprecherin des Photoindustrie-Verbandes. Hier gibt es Papier mit sehr unterschiedlichem Gewicht pro Quadratmeter, der Grammatur. „Durch die Wahl des Papiers kann ein Bild unterschiedlich wirken, zum Beispiel lassen sich dadurch die Kontraste verstärken“, erklärt die Expertin. Für Papierabzüge empfiehlt sie ein Passepartout und eine Glasabdeckung, am besten aus Museumsglas. „Es ist das teuerste, spiegelt aber nicht und schützt das Bild vor UV-Strahlung.“ Allerdings kann man kleinere Papierabzüge auch ganz lässig nur mit Klammern aufhängen, sagt Clauß. Dafür braucht man eine Galerieschiene, die ganz oben an der Wand befestigt wird und von der Perlonseile mit Haken oder eben Klammern herabhängen. So ein System erleichtert das Umhängen oder Neuanordnen.

Neuester Aufhängungstrend sind Galerieleisten, die leicht von der Wand abstehen. „Dadurch ist die Aufhängung des Bildes nicht sichtbar und es schwebt leicht vor der Wand“, beschreibt Barbara Eitner. In jedem Fall schick sei es, Fotos rahmenlos aufzuhängen und das Motiv um die Kante herumzuziehen. Wer doch einen Rahmen möchte, kann einen Schattenfugenrahmen mit einer kleinen Fuge zwischen Bild und Rahmen wählen. Dort lassen sich LEDs einbauen, die selbst unsichtbar bleiben. Durch die indirekte Beleuchtung entsteht ein Lichtkranz um das Bild. Wer das Bild selbst zur Lichtquelle machen möchte, kann dies mit einem transparenten Druck mit LEDs im Inneren tun.

Bei der Größe des Motivdrucks sollte man sich nach dem Abstand richten, den man beim Betrachten einnehmen kann. Etwa das Zweieinhalbfache der Diagonale sollte es sein, lautet eine Faustregel. In einem Flur kann dieser Abstand aber auch schon mal unterschritten werden, sagt Constanze Clauß. Allerdings könne man sich beim Bestellen des Abzugs auch leicht verschätzen und unabsichtlich ein zu kleines Bild bestellen. „Das lässt sich vermeiden, indem man einen Zollstock über Eck legt und an die Wand hält“, rät Clauß. „Dann sieht man besser, welche Maße die richtigen sind.“

Auf Motive aus Bilddatenbanken weist Barbara Eitner hin: „Dort kann man gegen Lizenzgebühren sehr schöne Bilder kaufen.“ Sehr beliebt seien auch Triptychen, bei denen ein Motiv dreigeteilt ist oder das Bild in drei verschiedenen Farbstellungen reproduziert wird, beschreibt Constanze Clauß einen Trend.

Grundsätzlich gilt: Aufnahmen mit möglichst hoher Auflösung wählen. „Bei den meisten Herstellern oder Laboren findet man Angaben, wie die Pixelmaße bei einer bestimmten Ausgabegröße sein müssen“, sagt der Fotograf Martin Otto.

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