Bildbearbeitung Teil 1 : Schneller zu schönen Fotos

<p>Herrlich wars im Urlaub: Mit schönen und farbigen Motiven möchte man sich auch später gern erinnern. Wir zeigen wie. </p>
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Herrlich wars im Urlaub: Mit schönen und farbigen Motiven möchte man sich auch später gern erinnern. Wir zeigen wie.

Profitipps zur Bildbearbeitung: Heute Auftakt unserer großen Serie - Teil 1: Arbeitsabläufe definieren. Gewinnen Sie tolle Preise.

svz.de von
25. September 2015, 21:00 Uhr

Tausende Ihrer schönsten Urlaubsfotos tummeln sich ungenutzt auf Speicherchips, diversen Festplatten oder anderen Medien? Ihre Freundin freut sich schon auf ein tolles Fotoalbum, die Fotos mit ihren süßen Welpen sind längst im Kasten? Der Firmen-Event war DER Knaller, die Fotos davon sollen schnellstens auf die firmeneigene Webseite, zu Facebook und Co.? Kein Problem mit einigen Profitipps und der richtigen Bildbearbeitungs-Software. Die Ratschläge zeigen wir anhand des verbreiteten Corel PaintShop Pro X8. Die grundsätzliche Herangehensweise lässt sich jedoch meist auf andere gängige Bildbearbeitungsprogramme übertragen.

Bilder organisieren, umbenennen, bewerten

  1.  Abläufe  definieren

Sie bearbeiten Ihr wichtigstes Foto der Hochzeitsaufnahmen Ihrer besten Freunde – die Übergabe der Trauringe. Dieses Foto speichern Sie fürs Web im JPEG-Dateiformat. Sie wollen, dass das Bild schnell geladen wird, also auf der Webseite  so schnell wie möglich erscheint. Daher verringern Sie die ursprünglichen Abmessungen auf beispielsweise 800 x 600 Pixel. Die böse Überraschung folgt auf dem Fuß, als Sie für das Hochzeitspaar ein Fotoalbum zusammenstellen wollen und genau dieses Foto groß benötigen: Statt des ursprünglich hoch aufgelösten Bildes sehen Sie nur noch ein pixeliges Etwas. Noch dazu mit hässlichen Bildfehlern (Artefakten).

Vorsicht: Informations-Verluste

Es tröstet Sie sicher wenig, dass Missgeschicke wie dieses schon vielen renommierten Fotografen passiert sind. Wie war das möglich? Digitale Fotos setzen sich aus vielen einzelnen Bildpunkten, sogenannten Pixeln (von picture elements) zusammen. Beim Verringern der physikalischen Dateigröße – also von ursprünglich vielleicht 4388 x 2848 Pixeln auf 800 x 600 – entfernt das Bearbeitungsprogramm viele dieser Bildpunkte. Bei sogenannten verlustreichen Dateiformaten, z. B. JPEG (okay, es gibt mit JPEG 2000 auch eine Möglichkeit, JPEGs verlustfrei zu speichern), passiert Folgendes: Nach einem mathematischen Verfahren werden beim Speichern Bildinformationen entfernt, die dann beim Öffnen möglichst wieder hergestellt werden sollen. Dies kann je nach Verfahren und Motiv mal sehr gut, mal ausgesprochen schlecht funktionieren. Der JPEG-Algorithmus verdichtet die Bildinformationen blockweise, daher drohen feine Details zu verschwinden, komprimierte (= verdichtete) und wieder dekomprimierte Fotos werden grundsätzlich unschärfer.

So bekommen Sie das Problem gut in den Griff

1. Nehmen Sie wichtige Fotos mit Ihrer Kamera möglichst immer im kameraeigenen RAW- oder Rohdatei-Format auf. Die damit erzeugten Aufnahmen haben Hersteller- oder gar kameraspezifisch unterschiedliche Bezeichnungen, sie enden z. B. mit .nef oder .crw. Die besseren Kameramodelle bieten diese Aufnahme-Option wahlweise alternativ oder gemeinsam mit JPEG-Aufnahme an. Nur wer im RAW-Format aufnimmt, erhält von vornherein Fotos in bestmöglicher Qualität: Bereits bei der Aufzeichnung in der Kamera als JPEG erfolgt eine Nachbearbeitung, bei der Informationsverluste drohen.

2. Speichern Sie wichtige Fotos unbearbeitet zur Sicherheit auf mehreren Datenträgern – die Lebenserwartung etwa von Festplatten, USB-Sticks oder DVDs ist auf wenige Jahre begrenzt. Spätestens alle fünf Jahre sollten Sie daher Fotos von älteren Festplatten etc. auf neuere sichern. Wenn Sie in Firmen oder als Selbstständiger tätig sind, sollte eine automatische Datensicherung auf langlebige Medien sowie die Aufbewahrung an unterschiedlichen Orten der Standard sein – wer kann schon mit absoluter Sicherheit einen Wohnungsbrand, Einbruch oder Verluste durch Viren ausschließen?

Ganz wichtig: Definieren Sie sinnvolle Arbeitsabläufe – und halten Sie sich daran. Dazu hat sich folgendes System (siehe kleines Foto) bewährt:
a. Sichern Sie alle unbearbeiteten Dateien auf einem zusätzlichen Medium.
b. Legen Sie für jedes Projekt, z. B. einen Paris-Urlaub oder die Hochzeit, einen eindeutig bezeichneten Ordner an.
c. In dem Ordner erzeugen Sie Unterordner, etwa wie folgt:

-> I 01_INFO, 02_RAW, 03_WORK, 04_PRINT, 05_WEB
-> II In 01_INFO kommen alle mit dem Projekt zusammenhängenden Informationen; bei einer Hochzeit beispielsweise die Gästeliste.
-> III In 02_RAW kopieren Sie alle noch völlig unbearbeiteten Bilder im kameraeigenen Format.
-> IV In 03_WORK kommen alle von Ihnen bearbeiteten Dateien; wir empfehlen das verlustlose TIFF-Dateiformat, LZW-komprimiert.
-> V Für die für den Druck benötigten, hoch auflösenden Dateien ist der Unterordner 04_Print vorgesehen.
-> VI 05_WEB ist der Unterordner für die fertig fürs Web ausgegebenen Dateien.

LESERAKTION:  Schicken Sie uns Ihr Urlaubs-Highlight

Haben Sie Ihre Kamera abgeladen, Bilder bearbeitet, ein Fotobuch gestaltet? Tolle Motive – den lustigen Schnappschuss, den romantischen Sonnenuntergang, die actiongeladene Sportszene, verrückte oder süße Kinderposen (vorm Eiffelturm, im Freibad, bei Oma im Garten...) entdeckt? Wie haben Sie den Ausschnitt gewählt? Schicken Sie uns Ihr Foto-Highlight des Sommers über Facebook, Whatsapp oder per Mail an onlineredaktion@svz.de!

Wir laden sie für alle sicht- und bewertbar in unsere Bildergalerie. Die drei „Kunstwerke“ mit den meisten Likes erhalten je eine CorelDRAW Graphics Suite (Wert ca. 630 €). Unter ALLEN Einsendungen verlosen wir zudem 10 Corel PaintShop Pro X8 Ultimate (ca. 90 €) und last but not least vergibt unsere Onlineredaktion je 1 Bundle PaintShop Pro X8/VideoStudio Pro X8 (Wert ca. 100 €) für ihre beiden „Lieblingsfotos“. Wenn das nichts ist – wir wünschen viel Erfolg!

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