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Gamecheck “Sacred 3“ : Rollenspiel auf Abwegen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 25.Aug.2014 | 15:24 Uhr

Sie suchen ein Prügelspiel mit missratener Steuerung, dämlichen Sprüchen und linearem Gameplay, welches zu zweit mehr Spaß macht als alleine? Ein Vollpreisprodukt, welches nach zehn Stunden durchgespielt ist? Dann ist „Sacred 3“ genau das Richtige für Sie!

Um es klarzustellen: Dieses Spiel trägt den Namen Sacred nur aus Marketing-Gründen und hat nichts mehr mit den Action-RPG-Vorgängern gemein. Ein motivierendes Beutesystem oder eine fesselnde Hintergrundgeschichte? Fehlanzeige! Dafür ist der dritte Spross zum quietschbunten Monstergekloppe verkommen. Zwar taugt das Spiel für eine Ablenkung in der Mittagspause, jedoch kommt nur selten Kurzweil auf.
Eingefleischte PC-Gamer müssen bei der Tastatur-Steuerung umdenken: Bei „Sacred 3“ lenken wir den Helden mittels der aus Egoshootern bekannten WSAD-Steuerung. Dank ISO-3D dürfen wir also immer zwei Tasten drücken, um die Spielfigur durch die schlauchigen Levels zu schicken. Wenn dann noch diverse Finger für Spezialaktionen benötigt werden, bereitet die menschliche Anatomie dem Spielspaß ein jähes Ende.

Dabei haben sich die Entwickler das Wort „Spaß“ doch groß auf ihre Fahnen geschrieben. Zumindest ihre ureigene Definition davon. Wenn Spielfigur oder NPC’s ihre dümmlich-überdrehten, teils gesungenen (!) und teils plump anzüglichen Kommentare absondern, ist man zunächst verschreckt, dann fassungslos und am Ende einfach nur genervt.

Das Fazit

„Sacred 3“ ist ein solides Actionspiel, das im Koop-Modus mit einem Gamepad kurzzeitig etwas Motivation bietet. Ohne echte Highlights, dafür aber mit etlichen Schwächen behaftet, sollte man den Kauf des Spieles ernsthaft überdenken. Der Game-Designer hat sich inzwischen bei den enttäuschten Fans entschuldigt.

 

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