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Gamecheck - Wasteland 2 : Postapokalyptischer Stress

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Klassisches Endzeit-Rollenspiel mit Ecken und Kanten.

von
erstellt am 12.Okt.2014 | 19:02 Uhr

„Wasteland 2“ ist keine leichte Computerspielkost. Wir steuern eine Gruppe aus vier Charakteren in Echtzeit durch eine nuklear verwüstete Welt, suchen nach verwertbaren Gegenständen und lösen großartig konzipierte Quests. Kämpfe mit verstrahlten Tieren, Banditen oder Robotern finden rundenbasiert statt. Dabei entpuppt sich die Gegner-KI oft als mangelhaft. Auch wenn die Übersetzung der vielen, meist in Textform dargebotenen Dialoge und Interaktionen lausig ist, so kommt doch schnell die richtige Atmosphäre auf. Unsere Entscheidungen haben zum Teil erschreckend fatale Auswirkungen, jede gute Tat kann an anderer Stelle eine Katastrophe bewirken. Dass wir es hier mit einem Rollenspiel der alten Schule zu tun haben, beweisen fehlende Komfortfunktionen, funktionales Interface, unzeitgemäße Grafik. Und doch schafft es das neue „Wasteland“, uns in seinen Bann zu ziehen. Witzige Anspielungen auf die gute, alte Computerspielzeit, die liebevollen Beschreibungen von Objekten, die Komplexität der Spielwelt, all dies macht die oft nervigen Mankos des Games wett. Durch alternative Lösungswege für fast jede Entscheidung ist der Wiederspielfaktor gigantisch. So können aus den gut 50 Stunden, die man bis zum Finale benötigt, schnell ein paar Wochen und Monate werden. Das Endzeit-Rollenspiel wurde durch Unterstützung von über 60000 Spendern über Kickstarter Realität.

 

Das Fazit

Der Vorgänger inspirierte vor 26 Jahren schon die legendäre Fallout-Reihe. Einen derartigen Einfluß auf die Spielebranche wird „Wasteland 2“ nicht erlangen. Genre-Fans werden aber ihren Spaß haben.

 

 

 


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