CeBIT Hannover : Pepper, der Alltagshelfer

„Pepper“ ist immer für eine Umarmung offen.
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„Pepper“ ist immer für eine Umarmung offen.

Ein niedlicher Roboter erobert die Herzen der CeBit-Besucher im Sturm

svz.de von
14. März 2016, 21:00 Uhr

Das Match ist noch nicht zu Ende, doch Go-Meister Lee Sedol hat schon verloren. Erstmals besiegte mit AlphaGo von Google eine Maschine einen Menschen in dem über 2000 Jahre alten Brettspiel – und das gleich in drei Spielen in Folge.

Nicht nur Google sorgt mit seinen Innovationen auf der Cebit in Hannover für Furore. Der kleine Roboter „Pepper“ von IBM eroberte bereits die Herzen der Messebesucher. Entwickelt wurde er von der französischen Firma Aldebaran, die inzwischen dem japanischen Mobilfunk-Konzern Softbank gehört, die Technologie von IBMs Supercomputer Watson macht ihn intelligenter.

In Japan sind von dem 1,20 Meter kleinen Roboter mit den schwarzen Knopfaugen rund acht Monate nach dem Verkaufsstart bereits 10 000 Stück im Einsatz – auch in privaten Haushalten. „Wir erwarten, dass die technologische Entwicklung rasant fortschreitet“, sagte Martina Koederitz, Chefin von IBM Deutschland.

„Pepper“ spricht 20 Sprachen und erkennt anhand des Gesichtsausdrucks die Emotionen seines Gesprächspartners. Auch auf der CeBit ist er wieder mit seinem „kleinen Bruder“ mit Namen „Nao“ unterwegs. Der soll künftig in der Hotelkette Hilton bei der Betreuung der Gäste aushelfen. Im Hotel in McLean, Virginia, soll der dort „Connie“ genannte Roboter auf touristische Attraktionen hinweisen und die Ausstattung der Zimmer erklären. Hinter den knuddeligen Robotern arbeitet IBMs „Watson“, eine Technologie, die künftig für das Internet der Dinge in München eine europäische Zentrale erhalten soll. Es sei für IBM das größte Zentrum für entsprechende Entwicklungen außerhalb der USA, betonte Koederitz.

Dort solle erprobt werden, wie etwa die Fertigung mit Hilfe der Technologie automatisiert und die verschiedensten Dinge, seien es Traktoren, Autos oder Lampen, vernetzt werden könnten. Auch „Pepper“ könne künftig etwa bei der Lösung demografischer Herausforderungen helfen. So könne die Robotertechnik für die Begleitung älterer Menschen eingesetzt werden, damit diese länger unabhängig zu Hause bleiben könnten.

„Watson“ hatte 2011 für Aufsehen gesorgt, als das System in der Quizsendung „Jeopardy“ erstmals zwei menschliche Gegner schlagen konnte und die Rekordsumme von einer Million Dollar einstrich. Mit der Technologie will IBM vor allem die Fähigkeit von Maschinen beim Verstehen der natürlichen Sprache des Menschen voranbringen. „Wir sprechen nicht von künstlicher Intelligenz, sondern von kognitiver Interaktion“, sagt Koederitz. Dabei gehe es darum, die verschiedensten Typen von Daten zu verstehen und sie in einen Kontext zu setzen.

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