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Vergleichsportale im Internet : Online zur Traumreise

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vergleichsportale und Reisebüros im Netz: Flüge und Hotels mit wenigen Klicks zum besten Preis? Es ist komplizierter.

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Im Internet Urlaub buchen zu wollen, kann zu Verwirrung führen. Man sollte wissen, was man will. Bei Pauschalreisen ist die Beratung im Netz meistens schlecht. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die 14 Portale geprüft hat.

Bereits die Buchung kann Probleme bereiten. „Wenn sich der Preis einer Reise von Buchungsschritt zu Buchungsschritt verteuert, dann heißt es sofort runter von der Seite“, rät Michael Buller, Chef des Verbands Internet Reisevertrieb. Es dürfen keine Zusatzleistungen wie Versicherungen voreingestellt sein. Und es muss mindestens ein kostenloses Zahlungsmittel angeboten werden.

Doch selbst dann kann es kompliziert werden. Vermittelt zum Beispiel ein deutscher Online-Anbieter ein Ferienhaus im Ausland, wird der Hauseigentümer der Vertragspartner. „Dieser hat seinen Sitz in der Regel im Reiseland, der Vertrag unterliegt also dem Recht des jeweiligen Landes“, erklärt Rechtsanwältin Beate Wagner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Bei Mängeln sein Recht im Ausland durchzusetzen, ist sehr schwierig und meist nicht lohnend.

Im Internet gilt eben nicht: Ein Anbieter ist ein Anbieter ist ein Anbieter. Buller betont, dass jeder Player seine Aufgabe hat, etwa das Online-Reisebüro (OTA). „Es füllt sein Regal mit Produkten, von denen es meint, dass sich damit Geld verdienen lässt. Wie ein klassisches Reisebüro. Wer mehr als die voreingestellten Produkte sehen will, muss zu einem Vergleichsportal.“ Ein solches Portal ist zum Beispiel Kayak, eine Suchmaschine über alle OTAs, Flugportale und Hotelseiten hinweg. Es sortiert die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien und bringt im ersten Schritt erst einmal nur Struktur in das unüberschaubare Angebot an Reisedienstleistungen.

Wer dann einen passenden Flug, Hotel oder Mietwagen gefunden hat, wählt im zweiten Schritt aus, über welches Portal die Buchung erfolgen soll - und wird dann dorthin weitergeleitet. Vergleichsportale wie Kayak oder auch Trivago verdienen ihr Geld über entsprechende Provisionen.

Vergleichsportale bieten gegenüber OTAs einen Vorteil: Sie bereiten die Ergebnisse unabhängiger auf. Besonders mit Blick auf den Preis wird der Unterschied schnell deutlich: Während Buchungsportale und Airline-Websites viel Geld mit Zusatzleistungen verdienen, zeigen gute Vergleichsseiten die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern auf.

Mit dem Versprechen, immer den günstigsten Preis zu finden, ist es aber auch hier so eine Sache. Es komme vor, dass Endpreise von dem eingangs angezeigten Preis abweichen, räumt Buller ein. Denn der Reisemarkt im Netz ist einfach sehr schnelllebig.

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