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Apps für den Filmpalast : Nützlicher Helfer im Kino

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Apps können den Besuch im Filmpalast nicht nur bequemer machen, sondern sogar eine echte Hilfe sein

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Im Kino ist das Handy vor Beginn des Films auszuschalten oder zumindest lautlos zu stellen. Darauf werden Kinobesucher jedes Mal erneut durch einen kurzen Einspieler hingewiesen. Am Ende klingelt dann meist aber doch irgendwo ein Telefon. Dass das Smartphone jedoch während des neuen Kinofilms auch nützlich sein kann, zeigen verschiedene Apps für Android und iOS.

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ dauert zwei Stunden und 15 Minuten. „The Revenant“ mit Leonardo DiCaprio dauert zwei Stunden und 36 Minuten. Wer bei über zwei Stunden mal auf die Toilette muss, hatte bisher die Wahl: etwas verpassen oder verkneifen und sich eher auf die Blase als auf die Handlung konzentrie- ren. Die App „RunPee“ soll Abhilfe schaffen.

Die App besteht aus einer Datenbank, die mit aktuellen Filmen gespeist wurde. Sie sagt dem blasenschwachen Kinobesucher per Vibrationsalarm, wann die günstigste Gelegenheit kommt, aufs Klo zu gehen. Dafür wurden die Handlung analysiert und Momente herausgefiltert, in denen wenig passiert – vorausgesetzt, die App wird zu Beginn des Films gestartet. Wer sich dank App erleichtern konnte, bekommt bei Rückkehr auf den Kinosessel einen kleinen Abriss über die verpasste Handlung.

Ebenso wie die „Anything After“-App verfügt auch „RunPee“ über eine weitere Funktion: Lohnt es sich, das Ende des Abspanns abzuwarten? Oftmals locken zusätzliche Szenen oder Outtakes. Mit beiden Apps verpasst man sie nicht mehr.

Auch für Kinobesucher mit Hör- oder Sehbeeinträchtigungen gibt es passende Apps, deren Nutzung im Kinosaal sinnvoll sein kann. „Starks“ untertitelt aktuelle Kinofilme und die App „Greta“ flüstert eine Audiodeskription ins Ohr. So können blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen die gesprochenen Filmbeschreibungen direkt vom Smartphone abspielen.

Um überhaupt den Weg ins Kino zu finden, gibt es ebenfalls nützliche Helfer, die einem bereits Trailer, Daten zum Film sowie Spielzeiten und -orte anzeigen. Sie heißen „Cine Trailer“ oder „Kinoradar“. Auch Tickets lassen sich schon per App ordern, zum Beispiel mit der „Cine-App“. Bei dem Nutzen kann das Handy schon mal eingeschaltet bleiben.

Doch all die tollen Apps helfen nicht, wenn einem die Freude auf einem Film schon vorab genommen wird. Wer auf der Webseite „spoilme.io“ einen Filmtitel eingibt, bekommt das Ende verraten. Wer aktuell „How to Be Single“ noch sehen will, sollte hier nicht weiterlesen. Die Webseite gibt preis: „Die Protagonistin hat Dates mit verschiedenen Männern, schläft mit ihnen und bleibt am Ende Single.“

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