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Tipps zur Umstellung : Nie mehr Fehler beim Tarifwechsel

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Aus der Onlineredaktion

Schnellere Internetverbindung oder neues Mobiltelefon, zu hohe Kosten oder zu schlechte Leistungen?

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Jeder dritte Mobilfunkvertrag in Deutschland läuft bereits länger als drei Jahre – und ist damit vermutlich zu teuer für die gelieferte Leistung. Das hat eine Untersuchung des Verbraucherportals „Finanztip.de“ ergeben. Oft lohnt sich nicht nur die Suche nach einem besseren Tarif, sondern vielleicht auch nach einem neuen Anbieter. Bei der Suche nach Alternativen jedoch kann einiges schief gehen.

Vertragslaufzeit:

Innerhalb der Vertragslaufzeit zahlt man bei einem sofortigen Tarifwechsel doppelt. „Bevor Sie bei einem neuen Anbieter unterschreiben, sollten Sie also die Laufzeit des alten Vertrags kontrollieren“, rät Bettina Seute vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de“.

Zu spät kündigen:
Hält man die Kündigungsfrist nicht ein, verlängern sich viele Verträge automatisch um zwölf Monate. Wichtig: „An alle Leistungen denken, also auch Zusatzangebote wie Klingeltöne oder Streaming-Dienste kündigen“, sagt Seute. „Seit Oktober 2016 reicht es grundsätzlich aus, die Kündigung per E-Mail zu verschicken“, sagt Christine Steffen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Lange Laufzeiten:
Mittlerweile gibt es Tarife, die Kunden monatlich kündigen können. Der Vorteil: „Sie können flexibler auf Marktentwicklungen reagieren“, erklärt Seute.

Im Laden überrumpelt:
Im Geschäft besteht die Gefahr, dass versierte Verkäufer einen zum Vertrag überreden, den man eigentlich nicht abschließen wollte. „Verbraucher sollten sich immer etwas Bedenkzeit erbeten. Dann können sie die Vertragskonditionen in Ruhe prüfen“, rät Steffen. Wer im Laden unterschreibt, hat in der Regel kein Widerrufsrecht. Anders sieht es aus, wenn Kunden den Vertrag per Telefon oder online abschließen. „Dann können sie innerhalb von 14 Tagen den Vertrag widerrufen“, erklärt Steffen.

Neue Modelle:
Der neue Anbieter schenkt einem ein Telefon zum Vertragsabschluss? „Nun ja, meist zahlt der Kunde das Gerät indirekt über den Tarif“, sagt Bettina Seute. In der Regel ist es besser, sich ein Neugerät unabhängig vom neuen Tarif zu kaufen.

Tarifvergleich:

Um sich einen Überblick im Tarifdschungel zu verschaffen, können Vergleichsportale helfen. Einige Plattformen zeigen die monatlichen Durchschnittskosten für Tarif plus Neugerät – umgerechnet auf die Laufzeit. So kann man leichter günstige Angebote identifizieren.

Unüberlegtes „Downgrade“:
Wenn Kunden etwa Freiminuten oder Flatrates nicht ausnutzen, bietet sich manchmal ein Tarifwechsel an. Bucht man weniger Leistungen zu einem geringeren Preis, ist dieses „Downgrade“ meistens kostenpflichtig. Hier müssen sich Kosten und Ersparnis mindestens aufwiegen.

Unpassende Angebote wählen:
„Verbraucher sollten vor dem Wechsel darauf achten, welche Leistungen sie überhaupt nutzen“, rät Steffen. Wer überwiegend über Messenger kommuniziert, braucht vielleicht keine SMS-Flat, dafür aber mehr Datenvolumen. Wollen Verbraucher LTE nutzen, „sollten sie prüfen, ob ihr Gerät überhaupt LTE unterstützt. Hardware und Tarif müssen aufeinander abgestimmt sein“, sagt Seute.

 

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