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Die richtige Wahl treffen : Nicht ohne mein Notebook

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jeder Nutzer hat andere Bedürfnisse / Manche wollen viel Leistung, andere besonders lange Akkulaufzeiten

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 22:14 Uhr

Wer einen neuen Computer sucht, hat die Qual der Wahl. Soll es ein klassisches Notebook oder eher ein Hybridgerät mit klappbarer oder abnehmbarer Tastatur sein?  Aber vielleicht reicht auch ein besserer Tablet-Computer mit Anstecktastatur? Käufer stehen vor einer ganzen Wand aus Entscheidungsfragen. Die wichtigsten Antworten im Überblick:

„Verbraucher sollten sich vor dem Kauf fragen, was sie mit dem Gerät voraussichtlich machen werden“, rät Timm Hoffmann vom IT-Branchenverband Bitkom. „Wer das Gerät viel unterwegs nutzen möchte, muss auf die Akkulaufzeit achten, bei stationärem Einsatz auf Leistung.“ Trotzdem bleibt das Notebook das Universalgerät. „Für höhere Rechen- und Speicherleistung ist noch ein Notebook nötig“, sagt Hoffmann. Gerade in dieser Klasse gibt es Modelle für unterschiedlichste Bedürfnisse. Da sind zum einen die klassischen Notebooks zwischen 13 und 17 Zoll Bildschirmgröße. Sie eignen sich am besten für Nutzer, die einen platzsparenden Rechner mit ordentlicher Leistung brauchen. „In vielen Fällen ist der Laptop ein verkleinerter Desktop-PC“, sagt Hoffmann.

Ein Vorteil: Notebooks haben meist mehr Anschlüsse, größere Festplatten und optische Laufwerke. Das macht sie zur ersten Wahl bei Bildbearbeitung, Videoschnitt und der Verarbeitung großer Dateien. „Spieler sollten ein Notebook mit zusätzlicher Grafikkarte und starkem Prozessor wählen“, rät Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest. „Ansonsten laufen die Spiele nicht flüssig.“ Die Mobilität klassischer Notebooks ist aber mit einem Gewicht von meist über zwei Kilo und oft kurzen bis mittleren Akkulaufzeiten eher eingeschränkt.

Wer viel unterwegs ist und weder auf Leistung noch auf lange Akkulaufzeit verzichten kann, dem raten die Warentester zu einem sogenannten Ultrabook. Das sind sehr leichte, auf Mobilität getrimmte Notebooks. Der Nachteil: Sie haben häufig nur vergleichsweise kleine SSD-Speicher, kosten aber ab um die 1000 Euro aufwärts. Ein Schnäppchen sind dagegen Chromebooks, kleine Notebooks mit vergleichsweise schwacher Hardware, wenig Speicher und Googles Betriebssystem Chrome, die ganz auf die Onlinedienste des Internetkonzerns ausgerichtet sind. Sie sind schon ab knapp 200 Euro zu haben, bieten lange Batterielaufzeiten, funktionieren aber nur mit aktiver Internetverbindung ohne Einschränkungen.

Relativ neu und sowohl für Arbeit als auch Freizeit interessant sind Hybrid-Notebooks, die umgeklappt (Convertible) oder von der Tastatur getrennt (Detachable) auch als Tablets zu nutzen sind. Timm Hoffmann nennt diese beiden Geräteklassen „einen Kompromiss aus Mobilität und Leistung“. „Die Displays sind meist zu unhandlich für ein Tablet, mit klassischen Notebooks können viele Detachables aber auch nicht mithalten,“ sagt Sandra Schwarz und rät, im Zweifel keinen Kompromiss einzugehen, und sowohl ein Notebook als auch ein Tablet zu kaufen.

Das Notebook ist also im direkten Vergleich vielleicht nicht immer das praktischste, auf jeden Fall aber das vielseitigste Gerät. „Wer nur surft und ein paar E-Mails schreibt, kommt mit einem Tablet locker aus“, sagt Timm Hoffmann. „Für Büroarbeiten sollten Tabletnutzer eine externe Tastatur anschließen“, rät Schwarz. Dabei brächten anspruchsvollere Arbeiten Tablets aber schnell an ihre Grenzen.

Mancher Anwender dürfte an diesem Punkt dann wieder das Fazit ziehen: Nicht ohne mein Notebook.

 

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