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Digital

19. November 2017 | 08:07 Uhr

Entwickler-Konferenz : Neues von Google

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schlaue Foto-App, helfende Smartphones, zahlende Handys

Google will mit smarter Software eine größere Rolle im Leben der Internet-Nutzer übernehmen. Der Internet-Konzern stellte am Donnerstag auf der Entwickler-Konferenz Google I/O in San Francisco unter anderem einen neuen Foto-Service vor, der Bilder automatisch nach dem Inhalt sortieren und einfach durchsuchbar machen soll. Das neue Smartphone-Betriebssystem Android „M“ soll Nutzern die im aktuellen Moment nötigen Informationen bereitstellen. Zudem wird es ein Bezahlsystem für Android-Telefone geben.

Googles neue Foto-Plattform wird auch auf Apples iPhones und iPads sowie auf Computern über das Web verfügbar sein. Die Nutzer können uneingeschränkt Bilder zu Google hochladen und über alle möglichen Geräte wieder abgerufen. Man kann die Bilder chronologisch anordnen lassen. Die Software erkennt aber auch automatisch Personen, Orte oder Gegenstände in den Bildern und kann sie danach sortieren. Oder man sucht nach einem Begriff wie „Schneesturm“ - und Google sucht die entsprechenden Bilder heraus.

Das System Android „M“ soll sich besser als frühere Versionen danach richten, wo sich der Nutzer gerade aufhält und wie es ihm helfen kann. Zum Beispiel soll die Software automatisch eine Erinnerung zu einem gespeicherten Termin erstellen, wenn sie mitbekommt, dass diese Aufgabe vergessen wurde. Das Smartphone soll auch den Weg zum geparkten Auto anzeigen oder rechtzeitig die Reise-Planung samt Boarding-Pässen für einen Flug anzeigen.

Die Funktionen sollen ebenso verschiedene Apps mit Google-Services wie der Suche verknüpfen. In einem Beispiel auf der Bühne reichte es aus, während ein Song des Musiker Skrillex spielte, zu fragen: „Wie ist sein richtiger Name?“ Die Software lieferte die richtige Antwort: Sonny John Moore. Das Google-Programm wusste, welcher Song gerade lief, und folgerte auch korrekt, dass es bei der Frage um den Künstler ging.

Mit dem für Sommer angekündigten Bezahl-Service Android Pay wird man sowohl in Läden als auch in Apps auf den Geräten bezahlen können. Google kooperiert dabei mit Zahlungs-Abwicklern wie Mastercard oder Visa. Der Service soll für alle Android-Smartphones verfügbar sein, die mit NFC-Nahfunk ausgerüstet sind, kündigte der Konzern an. Eine weitere Voraussetzung ist, dass sie die Betriebssystem-Version Android 4.4 „Lollipop“ unterstützen.

 

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