Webseite im Check : MVs neues digitales Gesicht

Erstrahlt im zeitgemäßen Design: das neue Landesportal www.mecklenburg-vorpommern.de.
Erstrahlt im zeitgemäßen Design: das neue Landesportal www.mecklenburg-vorpommern.de.

Modern, aber nicht barrierearm: Das Land präsentiert sich mit einer überarbeiteten Internetseite

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09. November 2015, 21:00 Uhr

Nach neun Jahren hat Mecklenburg-Vorpommern sein Gesicht im Netz gründlich aufgefrischt. Die gravierendste Neuerung: eine neue Adresse. Von nun an ist das Landesportal unter www.mecklenburg-vorpommern.de abrufbar. Die alte Seite www.mv-tut-gut.de gibt es nicht mehr. Bedeutet neu auch wirklich besser? Wir haben die Seite unter die Lupe genommen:

Layout
Das neue Landesportal präsentiert sich in einem hellen, vornehmlich in blau gehaltenen Design. Hauptüberschriften heben sich deutlich heraus und geben der Seite eine klare Struktur. Die Schrift hat eine angenehme Größe. Das erleichtert die Lesbarkeit.

Auffallend sind die vielen Bildelemente. Besonders die große Fotolaufleiste sticht ins Auge. Sie lässt den Internetauftritt sehr modern wirken. Abgebildet werden unter anderem Landschaften, Familien und lokale Innovationen aus MV. „Das Layout ist ansprechend. Man sieht, dass MV sich in einem neuen Licht präsentiert“, bringt es Paul Beck auf den Punkt. Der Web Engineer arbeitet für „Teamgeist Medien“, einer Firma, die sich auf Webentwicklung spezialisiert hat.

Inhalte
Wie bereits ihre Vorgängerin dient auch die neue Landesseite in erster Linie als Anlaufstelle für alle, die sich für Meckleburg-Vorpommern interessieren. Egal ob jemand sich nur über das Leben und die Landschaft hierzulande informieren möchte, nach kulturellen Angeboten sucht, hier studieren, arbeiten oder sich engagieren will, oder ob ein Unternehmen sich hier niederlassen möchte – auf MVs Webseite findet der Nutzer den Einstieg zu vielen wichtigen Information. Die Hauptinhalte sind über die Bildlaufleiste abrufbar. Ein Klick auf eines der Fotos genügt und der Nutzer wird zu verschiedenen Themenbereiche geleitet. Eine gelungene Neuerung ist ein virtuelles Memory-Spiel, das spielerisch Informationen zu MV vermittelt.

Insgesamt sind die Inhalte gut aufbereitet, einfach formuliert und leicht zu erfassen. Neu sind sie jedoch nicht, sie waren in ähnlicher Form bereits auf dem alten Landesportal zu finden.

Navigation
Die Webseite ist klar strukturiert. Die Hauptnavigation, über die sich alle Unterseiten ansteuern lassen, ist farblich hervorgehoben, die Menüpunkte sind präzise benannt. Wählt man eine Unterkategorie aus, so wird unter der Hauptnavigation der sogenannte „Breadcrumb“, die „Brotkrümel“-Navigation angezeigt, die dem Nutzer mitteilt, wo er sich gerade befindet. Der Vorteil: User können einfach zwischen den Navigationsebenen wechseln. Eine Suchfunktion erleichtert zudem das Auffinden von Inhalten. Diese ist aber eher schlicht gehalten. Der Suchbegriff kann ins rechts oben befindliche Suchfeld eingegeben werden, aber zusätzliche Filtermöglichkeiten gibt es nicht.

Zugänglichkeit
Der neue Internetauftritt des Landes hat ein responsives Webdesign. Das bedeutet, dass sich die Inhalte an das entsprechende Endgerät, mit dem sie abgerufen werden, anpassen. Ein absolutes Muss moderner Webseiten. „Das erwartet der Nutzer auch“, so Beck. Der IT-Experte findet aber auch Kritikpunkte.

So bemängelt er zum Beispiel, das Portal wäre nicht barrierearm genug. Spezielle Einstellungen für Seh- und Sprachbehinderte, um Schriften zu vergrößern, die Seite in einfacher Sprache darzustellen und den Kontrast anzupassen, fehlen. Beck: „Das ist schade, kann aber leicht nachgerüstet werden.“

Ein weiterer Mangel: Die Seite ist nur in Deutsch und Englisch abrufbar. Beck bemerkt: „Eine polnische Übersetzung wäre wünschenswert. Polen ist schließlich MVs direkter Nachbar.“

Identifizierung
Ist anhand der Startseite erkennbar, wer das Portal betreibt? Die Antwort: Ja. So- wohl Hautptüberschrift als auch das MV-Logo oben rechts lassen eindeutig erkennen, dass es sich hier um das Landesportal Mecklenburg-Vorpommerns handelt. Zudem sind alle nötigen Informatio-nen zur Identität der Verantwortlichen und Kontaktmöglichkeiten über das Impressum zu finden.

Fazit
Das neue Landesportal ist insgesamt gut gelungen. Ein optisch ansprechendes Design und eine übersichtliche Seitenstruktur machen die Seite leicht zugänglich. Auch vom Smartphone oder Tablet lässt sie sich gut betrachten. Punktabzug gibt es wegen wenig neuer Inhalte und der simplen Suchfunktion. Auch könnte die Seite barriereärmer aufgebaut sein. Sie erhält von uns daher die Note „Gut“.

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