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Das richtige Headset finden : Musikfreund oder Telefontalent?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Welches Modell vom kabellosen Knopf bis hin zum Riesenkopfhörer ist die richtige Lösung?

Wer wundert sich heute noch, wenn auf der Straße jemand vorbeiläuft und dabei offenbar mit sich selbst redet? Schaut man genauer hin, stecken meistens weiße oder schwarze Stöpsel in den Ohren. Headsets für das Smartphone sind stark verbreitet.

Die Freisprecheinrichtungen für den Alltag gibt es in verschiedenen Varianten. Sie sind als Mono-Headset, das optisch häufig entfernt an einen USB-Stick erinnert, oder als In-Ear-Kopfhörer erhältlich, die ins Ohr gesteckt werden und wahlweise einen Bügel für besseren Halt haben. Oder es gibt sie als Muschelkopfhörer, die das Ohr bedecken (On-Ear-Kopfhörer) oder es als Over-Ear-Kopfhörer ganz umschließen. Das Mikrofon ist meist am Verbindungskabel angebracht.

Wer über sein Smartphone vor allem Musik hört und deshalb satten Klang will, sollte zu den umschließenden Headsets greifen. „Die haben die beste Performance“, sagt Falko Hansen vom Telekommunikationsportal „teltarif.de“. Auf ein Mikrofon kann man hier vielleicht sogar verzichten. Für den Notfall kann man stattdessen ja in das Mikro am Smartphone sprechen.

Wer vor allem Musik hört, sollte auf akkuschonende Kabel setzen. „Die Kabellösungen funktionieren mit ihrem 3,5 Millimeter durchmessenden Mini-Klinkenstecker in der Regel an jedem Smartphone. Wer lieber kabellos per Bluetooth Musik hören möchte, sollte auf eine verlustfreie Funkübertragung achten. Gerhard Himmelein rät zu Geräten, die Qualcomms aptX-Technik unterstützen. Wichtig: Auch das Smartphone muss diesen Codec beherrschen - Apples iPhones und iPads sind dazu nicht in der Lage. Wer keinen Kabelsalat, aber auch nicht unvermittelt Stille auf den Ohren möchte, greift im Laden zu Bluetooth-Headsets, die auch ein Audio-Kabel im Paket mitbringen.

Mono-Headsets sind für Musik denkbar ungeeignet. Wer häufig unterwegs telefoniert und dabei die Hände frei haben will, etwa am Steuer seines Wagens, sollte ihnen eine Chance geben. Kommt ein Anruf rein, reicht ein kurzer Druck auf den Bedienknopf am Ohr. „Die Mono-Headsets sind für reine Telefonienutzer die beste Lösung„, sagt Falko Hansen. Ihre integrierten Akkus lassen sich meist über Mini- oder Micro-USB schnell wieder aufladen.

Wer auch beim Joggen Musik hören möchte, ist mit In-Ear-Kopfhörern gut beraten. Diese gibt es oft als Sportvariante mit Gummi-Überzug an den Stöpseln, welche den Schweiß von der Technik fernhalten sollen und einen besseren Halt im Ohr ermöglichen. “Die In-Ears sind quasi die Allrounder unter den Headsets„, sagt Hansen. Auch hier gibt es kabelgebundene und kabellose Modelle.

Bei der Bedienung unterscheiden sich die Headsets grob in drei Gruppen. Die kabellosen Kopfhörer haben die Bedienelemente häufig auf den Ohrmuscheln platziert. Andere Headsets haben einen oder mehrere Bedienknöpfe am Verbindungskabel. Hier werden Befehle durch spezifische Druckfolgen ausgelöst. Einmal drücken stoppt etwa die Wiedergabe, zweimaliges Drücken schaltet ein Lied weiter. Gerald Himmelein ist kein Fan dieser Morse-Tasten. Er rät eher zu mehreren Tasten, der dritten Gruppe von Bedienmöglichkeiten. Hier sind neben den Auswahltasten noch Lautstärkeregler und manchmal Schalter zur Steuerung der Musikwiedergabe angebracht.

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