Breitbandausbau : Mehr Tempo im Mobilfunk

Smartphones bestimmen das Leben der Menschen.
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Mit neuen Frequenzen wollen Betreiber Breitbandausbau vorantreiben

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23. Juni 2015, 07:56 Uhr

Gute Nachrichten für alle Mobilfunkkunden bei uns in Deutschland: Die Betreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica werden ihre Mobilfunknetze künftig noch schneller machen und für mehr Daten öffnen können. Bei der Bundesnetzagentur ersteigerten sie die Nutzungsrechte für den weiteren Breitbandausbau.

Für die begehrten Frequenzen werden dabei mehr als 5 Milliarden Euro fällig, die an den Bund und an die Länder fließen. Bis 2033 dürfen die Konzerne die Frequenzen nutzen.

Deutschland werde zu einem Vorreiter, wenn es darum gehe, das schnelle Internet in jeden Winkel der Republik zu tragen, heißt es bei Vodafone. Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Bandbreiten von 50 Megabit rücke nun in Reichweite, frohlockt Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom.

Die Frequenz-Auktion ist Teil der Pläne der Bundesregierung, dem schnellen Internet über Festnetz und Mobilfunk zum Durchbruch zu verhelfen. Mobile Übertragungsraten von 50 Megabit pro Sekunde sollen möglich werden und 10 MBit für jeden Haushalt sichergestellt sein. Zudem hat die Bundesnetzagentur Bedingungen gestellt: So müssen die Netzbetreiber beim nun anstehenden Ausbau eine flächendeckende Versorgung von mindestens 97 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland und 98 Prozent der Haushalte bundesweit garantieren. Verbessern soll sich darüber hinaus auch das Surfen entlang der Autobahn und ICE-Trassen.

Doch ob beim nun anstehenden Ausbau alles so glatt laufen wird, ist fraglich. Ein Tauziehen droht unter anderem über das Thema Förderung des Breitbandausbaus durch die Bundesregierung. Von den 5,1 Milliarden Euro sollen nämlich 1,3 Milliarden Euro genau dafür ausgegeben werden. „Beim Einsatz der Mittel darf es nicht zu Wettbewerbsverzerrungen kommen“, unterstreicht Jürgen Grützner vom Branchenverband VATM. Die Erlöse aus der Auktion - so die Befürchtungen - könnten einem starken Anbieter wie der Deutschen Telekom zugutekommen.

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