Gamecheck: Until Dawn : Mehr Film als Spiel

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„Until Dawn“ ist ein stark inszenierter Horror-Streifen mit vielen Einflussmöglichkeiten

svz.de von
07. September 2015, 08:00 Uhr

Acht Teenager, eine verlassene Berghütte und ein Psychopath im Wald: „Until Dawn“ bedient sich großzügig bei den Klischees des Gruselgenres. Im Gegensatz zum Kino entscheidet diesmal aber das Publikum, wer die lange Nacht überlebt. Ähnlich wie in „Heavy Rain“ sieht sich „Until Dawn“ eher als interaktive Geschichte mit vielen Quicktime-Events. Die spielbaren Elemente beschränken sich darauf, mit den Charakteren herumzulaufen, Beweise zu sammeln und Dinge zu benutzen. Das ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Wichtig sind stattdessen Story und Atmosphäre. Diese kann der Spieler zigmal durch kleine und große Entscheidungen beeinflussen. Ebenfalls wichtig: Die eingeschlagenen Wege wirken sich auch auf die Beziehungen der Charaktere untereinander aus, was am Ende der Story über Leben und Tod entscheiden kann. Da aber die größte Entscheidungsfreiheit nichts bringt, wenn es in Sachen Inszenierung hapert, haben sich die Entwickler von Supermassive Games vor allem in optischer Hinsicht viel Mühe gegeben. Von den beinahe fotorealistischen Kulissen über die oft stylischen Kamera-Perspektiven bis hin zum tollen Licht- und Schatteneinsatz ist der PS4-Exklusivtitel ein echter Hingucker. Lediglich ein paar Animationen hätten noch etwas Feinschliff gebraucht.

„Until Dawn“ ist ein stark inszenierter Horror-Streifen mit vielen Einflussmöglichkeiten, die Spaß für mehrere Spieldurchgänge liefern. Wer jedoch mit interaktiven Filmen nichts anfangen kann, sollte von Sony’s Horror-Adventure lieber die Finger lassen. dens

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