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Energrie effizient einsetzen : Mehr Akku-Laufzeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit einfachen Tricks lässt sich mehr aus Handy-Akkus rausholen

Akkus sind meistens genau dann leer, wenn man das Handy am dringendsten braucht. Dabei kann so ein Smartphone-Akku durchaus lang durchhalten, wenn man ein paar Dinge beachtet.

In der Regel verbraucht das Display am meisten Energie. „Der Akku kann geschont werden, wenn die Helligkeit des Displays herabgesetzt wird“, empfiehlt Hannes Czerulla vom Fachmagazin „c't“. Tatsächlich sind Displays oft heller eingestellt als nötig.

Zu den Top-Stromfressern gehören außerdem die Funk-Verbindungen. Dazu gehört alles, womit das Gerät eine Verbindung zur Außenwelt aufnimmt. Der Mobilfunk wird in der Regel immer gebraucht. Anders sieht es beim WLAN aus. Ist es aktiviert, sucht es konstant nach bekannten Netzen. Unterwegs ist das nicht unbedingt sinnvoll und kostet viel Energie. Bluetooth wird nur selten dauerhaft benötigt und sollte daher nur bei Bedarf eingeschaltet werden. Auch GPS zehrt am Akku.

Einen Trick hat Czerulla für Nutzer, die einen Mobilfunkvertrag mit niedriger Datentransferrate haben: „LTE-Funk verbraucht mehr Strom als 3G. Wer also eh nur 3G nutzt, kann LTE deaktivieren.“ Wenn schon alles versucht wurde, der Ladestand aber dennoch weiter schmilzt, können Apps daran schuld sein, da einige von ihnen verschwenderisch programmiert sind. Die Stromsünder lassen sich über die Einstellungen aber leicht ausfindig machen. Unter Batterie oder Akku werden die Apps nach ihrem Stromverbrauch aufgelistet.

In den Einstellungen zur Datennutzung lässt sich auch für einzelne Apps die Abfrage von Hintergrunddaten beschränken. Das kann den Akku und zusätzlich das Datenvolumen schonen.

Auch das Ladeverhalten spielt eine wichtige Rolle für Lebenszeit und Leistung des Akku. „Viele Weisheiten zur Akku-Nutzung beziehen sich noch auf Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH)“, sagt Prof. Michael Brodmann vom Energieinstitut der Westfälischen Fachhochschule Gelsenkirchen. Diese Akkus gibt es heute meist nur noch in Batterieform, aber nicht in modernen Smartphones. Für NiMH-Akkus galt: Immer vollständig auf- und entladen, um den Memory-Effekt zu verhindern, der den Akku von Mal zu Mal schwächer werden ließ.

Auf moderne Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) und deren Nachfolger Lithium-Polymer-Akkus (Li-Po) trifft das nicht zu, sagt Brodmann.

Einen Memory-Effekt gibt es hier nicht. Im Gegenteil ist es sogar ratsam, den Akku schon vor dem roten Bereich zu laden und auch vor dem Erreichen der 100-Prozent-Marke vom Ladegerät zu trennen. Deshalb ist es auch wenig sinnvoll, das Handy über Nacht am Ladekabel zu lassen.

Auch sollte der Akku nicht extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Unter 0 Grad Celsius sinkt die Leistungsfähigkeit. Temperaturen von 40 Grad und mehr beschleunigen den Alterungsprozess des Geräts. Im Winter sollte das Telefon also vielleicht besser nicht in die äußerste Tasche, im Sommer lieber in den Schatten.

Benjamin Krüger

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