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Alternative zum Kabelanschluss : LTE: Internet per Funk

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Was Sie für den drahtlosen Empfang daheim wissen sollten

Wer abgelegen wohnt, hat häufig Probleme, Breitbandinternet per Kabel oder DSL ins Haus zu bekommen. Der Weg durch die Luft per LTE-Funk kann dann eine praktische Lösung sein.

Wenignutzer können mit LTE-Prepaidtarifen und einem Surfstick für den Computer dabei monatliche Kosten einsparen. Vor dem Kauf der Ausrüstung und dem Buchen eines Tarifs sollte man aber einen genauen Blick auf die Versorgungslage werfen. Das geht mit Hilfe der Netzabdeckungskarten der drei großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2, rät das Telekommunikationsportal „teltarif.de“. Wer bei einem Discounter buchen will, sollte zunächst schauen, über welches der drei Netze sein LTE-Zugang abgewickelt wird.

LTE-Versorgung bedeutet allerdings nicht automatisch auch überall guten Empfang: „Die Netzbetreiber unterscheiden zwischen Indoor- und Outdoor-Versorgung“, erklärt Alexander Kuch von „teltarif.de“. Ist nur der Außenbereich gut abgedeckt, kann es sein, dass im Haus nur noch ziemlich wenig Signalstärke ankommt – entsprechend schlecht wird dann die Internetverbindung.

Ist der Empfang daheim schlecht, kann das auch an einem zu großen Abstand zu einer Basisstation liegen. Hier empfehlen die Anbieter häufig, das LTE-Empfangsmodul etwas erhöht und nah an einem Fenster zu platzieren. Wer einen speziellen LTE-Router benutzt, hat möglicherweise besseren Empfang als mit einem kleinen USB-Stick.

Günstige Empfangsteile in Sparmodellen haben meist nicht die gleiche Leistung wie hochwertigere Produkte. Kann das Gerät überhaupt keine Verbindung herstellen, sollten Nutzer überprüfen, ob es die deutschen LTE-Frequenzen nutzt – manches Importgerät muss da passen.

Wer dauerhaft stabilen Empfang möchte, dem empfiehlt Alexander Kuch die Installation einer LTE-Verstärkerantenne auf dem Dach oder an einer geeigneten Stelle an der Hauswand. Es gibt sie ab rund 60 Euro.

Wird sie korrekt auf die nächste Basisstation – deren Standorte sind meist auch in den Netzabdeckungskarten zu sehen – ausgerichtet, kann das Signal an einen geeigneten Router weitergeleitet werden. Der muss dazu allerdings über einen Anschluss für externe Antennen verfügen.

Till Simon Nagel

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