zur Navigation springen
Digital

21. November 2017 | 05:41 Uhr

gamecheck : Kalkulierter Hype

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wir testen Computerspiele für Sie. Heute: 7 Days to Die

von
erstellt am 05.Sep.2016 | 10:00 Uhr

In der Theorie müsste „7 Days to Die“ ein garantierter Hit sein. Zu vielversprechend klingen die Zutaten. Es sei eine Mischung aus „Minecraft“ und „DayZ“, so heißt es. Das Spiel vereint also die Aufbau-Elemente eins der erfolgreichsten Games überhaupt mit der gerade in der USA allgegenwärtigen Zombiethematik, die beim besten Willen nichts mehr mit einer Gesellschaftsreflektion zu tun hat. Diese arg konstruierte Fusion beliebter Elemente verspricht an sich fesselndes Gameplay. Doch das will sich einfach nicht einstellen. Während sich das Survival-Abenteuer für den PC noch in der Alpha-Phase befindet - und sich dort zum Schnäppchenpreis auf Steam hervorragend verkauft - kommt für die PS4 „7 Days to Die“ als finales Vollpreisprodukt in die Läden. Klingt die Jagd nach Gebrauchsgegenständen und Nahrung auf dem Papier noch fesselnd, entpuppt sich das Spiel als hakelige Bug-Orgie, die weder fertig noch liebevoll inszeniert wirkt. Wir werden in eine lebensfeindliche (und hässliche) Umgebung geworfen, organisieren eine Verteidigung gegen periodische Angriffe noch hässlicherer Zombies und versuchen irgendwie zu überleben. Eingefleischten Untoten-Fans und Casual Gamern mag das genügen. Tiefgang und technische Reife sucht man hier jedoch vergebens.

Das Fazit

„7 Days to Die“ ist ein Konstrukt, das wegen der kalkulierten Zutaten mehr Schablone als Spiel ist. Dazu kommen Mängel in Gamedesign, Steuerung und das grauenhafte Kampfsystem, die dann den den letzten Funken Motivation vertreiben.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen