zur Navigation springen

Gamecheck: Dark Souls 3 : In Schönheit sterben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wir testen Computerspiele für Sie. Heute: Dark Souls 3

von
erstellt am 25.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Das Spiel

Ist das der würdige Abschluss der „Dark Souls“-Trilogie? Eine schwierige Frage! Der dritte Teil der morbiden Rollenspiel-Saga ist eine konsequente Weiterführung des Konzepts der gefeierten Vorgänger. Der Held taumelt durch eine im Verfall begriffene und doch wunderschön makabere Welt - wenn er denn viel von ihr zu sehen bekommt. Denn für nichts steht die Serie mehr, als für ihren unmenschlichen Schwierigkeitsgrad, der sich nicht dezent steigert, sondern über den Spieler hereinbricht wie Armageddon. Wer sich darauf einlässt, muss wissen, dass er leiden wird. Einer unendlichen Anzahl von Bildschirmtoden stehen die wenigen, aber umso köstlicher anmutenden Triumphe entgegen, wenn der nächste Gegner besiegt wurde. „Dark Souls 3“ ist ein beschwerlicher Weg, eine Tortur. Die Handlung offenbart sich bruchstückhaft und selten direkt. Und doch übt das Spiel eine ungeheure Faszination aus, die schwer greifbar ist. Es ist eine Symphonie des Grauens, auch im wörtlichen Sinne. Die Musikuntermalung der Bosskämpfe gehört zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Die Gegner sind allesamt albtraumhafte Kreaturen, übermächtig und doch auf eine eigene Art und Weise schön. Sie stehen wie das ganze Spiel für einen düsteren Trip durch die Schattenreiche der Fantasie. Wer sie überwindet, kann sich wahrlich als Held fühlen.

Das Fazit

Das Rollenspiel ist technisch auf der Höhe der Zeit. Innovationen im Gameplay sind nicht zu befürchten. Als typisches „Dark Souls“ überzeugt die dichte Atmosphäre mehr als der eigentliche Inhalt. Fans der anderen Serienteile werden jedoch bestens bedient.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen