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Digital

15. Dezember 2017 | 21:00 Uhr

Höllenspektakel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

von
erstellt am 30.Mai.2016 | 08:12 Uhr

Das Spiel

Tiefgang, mitreißende Charaktere und intellektueller Anspruch. Diese Dinge werden Sie nicht in „Doom“ befürchten müssen. Denn der neueste Teil der Serie will genau an die Tradition anknüpfen, die seinen Urahn 1993 so erfolgreich machte: „Doom“ steht für kompromisslose Ballerei. Im blutigen Theater zählt nichts außer Geschwindigkeit und Präzision. Doch kann das Actionspektakel ähnliche Maßstäbe setzen wie das Original? Viel hat sich getan, seit id Software mit dem ersten Teil Spielgeschichte schrieb und das Genre der Ego-Shooter definierte. „Doom“ setzt bewusst einen erfrischenden Gegenpol zu aktuellen Trends. Anders als beispielsweise die „Call of
Duty“-Reihe verzichtet es auf durchgeskriptete Level, eine bombastische Präsentation oder ein pseudorealistisches Szenario. Die Story um die Hölleninvasion auf dem Mars ist ebenso überzeichnet wie nebensächlich. Mit mächtigen Wummen auf Monsterjagd zu gehen macht einfach Spaß. Natürlich ist die brutale Metzel-orgie eine Beleidigung des guten Geschmacks, aber sie nimmt sich zu keiner Zeit ernst. Zudem versprüht das Game keinen Retro-Charme. Die Ausrüstung kann schrittweise verbessert werden, die Areale sind riesig und die Optik ist beeindruckend. Was bleibt, ist das Genörgel der Logikfetischisten, was eine Kettensäge eigentlich auf einer Raumsta-tion auf dem Mars verloren hat.

Das Spiel

„Doom“ setzt keine neuen Akzente, aber es reduziert das Gameplay auf die Kernkomponente, nämlich den Spielspaß. Das funktioniert überraschend gut, auch weil die technische Umsetzung gelungen ist.

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