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Streaming : Heute Netflix, morgen Maxdome

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für das Streamen gibt es viele Anbieter – Wer alles schauen möchte, muss entweder überall Mitglied werden oder oft wechseln

Es ist das typische Problem eines Serien-Fans: Ist die aktuelle Staffel am Ende, muss schnell neuer Stoff her. Was aber, wenn es die nächste Wunschserie nur bei einem anderen Anbieter gibt? Ein Test von Stiftung Warentest ergab: Die Angebote der großen Online-Videotheken haben große Lücken. „Alle konnten nur einen Bruchteil der beliebtesten Filme und Serien anbieten. Die Angebote waren sich sehr ähnlich“, sagt Warentester Gunnar Schwan. Das liegt an den teils komplizierten Rechtevergaben.

Die Rechte an dem beliebten „Game of Thrones“ hält zum Beispiel Sky, womit andere Anbieter aus dem Spiel sind. Auch „House Of Cards“ darf Sky zuerst anbieten – obwohl es eine Netflix-Produktion ist. Der Sender erwarb die Rechte vor dem Start von Netflix in Deutschland.

Viele Anbieter machen um ihre Film- und Serien-Auswahl gerne ein Geheimnis. Sie versuchen, den Kunden mit großen Prestige-Objekten erst einmal zum Abo zu überreden und gewähren erst dann einen vollständigen Einblick ins Programm.

Positiv heraus sticht dabei Amazon. Über den Internet-Shop lassen sich Filme und Serien einfach suchen. Amazon verrät dabei direkt, ob diese im Abonnement bei „Amazon Instant Video“ enthalten sind.

Netflix, Watchever oder Sky Online locken hingegen auf ihren Websites nur mit Teasern. Um sich hier über das konkrete Angebot zu informieren, bedarf es Hilfe von außen. Websites wie „WerStreamt.es“ erlauben, das Angebot der Streaming-Dienste zu durchsuchen. Auch „justwatch.com“ oder „swyrl.tv“ bieten einen solchen Service. Damit fällt die Auswahl des richtigen Dienstes erheblich leichter.

Die gängigsten Anbieter für Video-on-Demand sind in Deutschland Amazon Instant Video, Netflix, Watchever, Maxdome und Sky Online (ehemals Snap), der Ableger des Pay-TV-Senders Sky. Alle Streaming-Dienste bewegen sich bei den Kosten im selben Rahmen. Für die Basis-Abos werden 8 bis 10 Euro pro Monat fällig. Alle bieten gegen Aufpreis zusätzliche Optionen an, etwa eine HD-Option, ein erweitertes Film-Paket, oder die Möglichkeit, auf mehreren Geräten gleichzeitig zu schauen. Praktisch: Alle lassen sich monatlich kündigen. Eine Ausnahme stellt hier wieder Amazon dar. Der Dienst „Amazon Instant Video“ lässt sich sowohl im Abo für 7,99 Euro im Monat beziehen, als auch innerhalb von „Amazon Prime“ für 49 Euro pro Jahr. Dafür verpflichtet man sich allerdings für ein Jahr.

Abgesehen von Amazon Prime haben alle Anbieter ähnliche Bedingungen bei der Kündigung, die genau in den AGB festgehalten sind. Ob bei Watchever, Maxdome oder Netflix: Überall ließ sich das Abo im Test unkompliziert über das Kundenkonto auf der Website kündigen. Dazu muss nur ein Stichtag eingehalten werden – meist liegt er drei Tage vor dem nächsten Abbuchungsdatum. Wird er verpasst, muss ein weiterer Monat gezahlt werden.

In allen Fällen war es möglich, die gekündigten Abos später wieder aufzunehmen. In manchen Fällen wurde das sogar vom Anbieter besonders schmackhaft gemacht. Bei der Rückkehr winken Gratis-Monate und Preisnachlass. Thema Gratis-Monat: Alle Anbieter bieten eine Probezeit an, meist 30 Tage. Wer sich nur für einen kleinen Teil im Angebot eines Streaming-Diensts interessiert, oder einfach mal das Angebot prüfen möchte, kann das natürlich ausnutzen. Auch für die Probezeit gilt eine Kündigungsfrist. Der schnelle Wechsel zwischen den Anbietern und auch wieder zurück ist überall möglich, ausgenommen bei Amazon Prime. Für Serien- und Filmfreunde ist es daher eine gute und einfache Option, bei Vergleichsplattformen das Angebot zu durchsuchen und dorthin zu wechseln, wo der Wunschfilm oder die Wunschserie wartet.

Benjamin Krüger

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