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Smartphones : Handy-Mythen auf dem Prüfstand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Übers Smartphone kursiert viel Halbwissen. Viele der falschen, aber weit verbreiteten Annahmen stammen noch aus der Frühzeit des Mobiltelefons. Andere haben nie gestimmt. Fünf Mythen im Überblick:

Eine 500-Megabyte-Flatrate reicht eigentlich immer

Stimmt nicht mehr. In Zeiten lückenhafter UMTS-Netze und kaum vorhandener Multimedia-Angebote für Mobilgeräte war das noch richtig. Doch wer Musik streamt, häuft schnell riesige Datenmengen an. „Da sind Sie dann ganz schnell im Gigabyte-Bereich“, sagt Falko Hansen vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de“. Umgekehrt reicht bei zurückhaltender Nutzung mit etwas Surfen und Mailen aber vielleicht auch eine kleinere Flatrate.

Für Smartphones gibt es keine Viren

Stimmt nicht. „Inzwischen sind die Ersteller von Schadsoftware auf Smartphones sogar aktiver als auf Desktop-Computern“, warnt Eric Bodden von der Technischen Universität Darmstadt. Betroffen sei wegen der großen Verbreitung vor allem Android, Schädlinge gibt es aber auch für andere Systeme. Schützen können sich Nutzer mit Virenscannern und gesundem Menschenverstand: „Die Hauptquelle für Smartphone-Viren sind unoffizielle App-Stores“, so Bodden. Am besten laden Nutzer neue Anwendungen daher nur von den offiziellen Plattformen herunter.

Gute Apps gibt es nur für Android und iOS

Stimmt nicht. Die beiden Marktführer unter den mobilen Betriebssystemen haben nicht unbedingt bessere Apps – nur mehr. Wer auf die breite Masse verzichten kann, hat unter den Exoten aber zumindest eine sinnvolle Alternative: „Die grundlegenden Apps für den Alltag gibt es auch bei Windows Phone“, sagt Monika Klein. „App-Junkies, die die breite Auswahl brauchen, stoßen da aber schnell an ihre Grenzen.“

Smartphones werden mit der Zeit immer langsamer

Stimmt nicht unbedingt. „Da ist auch viel Psychologie dabei“, sagt Falko Hansen. „Ein neues Smartphone ist ja immer meistens schneller als das alte, da gibt es dann einen ,Wow-Effekt’.“ Und der verschwinde mit der Zeit, so der Experte. Klappt dann später etwas nicht sofort, nervt das. Immer neue Apps und Daten können ein Smartphone mit der Zeit aber tatsächlich etwas ausbremsen. Abhilfe schaffen Aufräum-Apps oder das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

Was ich nicht in die Cloud lade, bleibt sicher auf dem Handy

Stimmt nicht. Bei vielen Apps ist auch für Experten kaum erkennbar, was die Programme im Hintergrund auf einem Server speichern. Für Nutzer ist das einerseits komfortabel, weil ihre Informationen so synchron auf mehreren Geräten zur Verfügung stehen. Andererseits ist es eine Sicherheitslücke: „Wir haben festgestellt, dass die Daten in der Cloud oft nur schlecht geschützt sind“, warnt Bodden.

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