Anti-Wiren-Software : Guten Virenschutz gibt's kostenlos

Eingeschleuste Computerviren können zu großen Datenverlusten führen.
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Eingeschleuste Computerviren können zu großen Datenverlusten führen.

Viren, Würmer und Trojaner: Was hilft wirklich, was ist nur unnötiger Ballast?

Viren, Würmer und Trojaner können einem leicht den Spaß am Internet verleiden. Wenn der Rechner nicht richtig geschützt ist, werden Passwörter oder Bankdaten zur leichten Beute von Cyberkriminellen. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es zwar nicht, aber die aktuellen Virenscanner sind „besser denn je“, wie die Stiftung Warentest kürzlich feststellte. „Ein Virenschutz muss zwei Dinge tun“, sagt Jörg Geiger von der Computerzeitschrift „Chip“. „Er muss mich richtig gut schützen und unauffällig sein.“ Wie gut die Schutzfunktion ist, könne man am besten über Tests herausfinden. „Wie gut ein Programm Viren erkennt, kann der Nutzer im Laden nicht einschätzen“, meint auch Christian Schlüter von der Stiftung Warentest.

„Den bestmöglichen Schutz gibt es unserer Erfahrung nach nur gegen Geld“, sagt Geiger. Im Vergleich mit guten kostenlosen Scannern geht es dabei aber nicht um Klassenunterschiede, sondern oft nur um Nuancen.

„Wir raten unseren Lesern, nicht bei dem zu bleiben, was in Windows eingebaut ist“, sagt Geiger. Abgesehen vom Virenschutz sollte man beim Kauf noch auf weitere Dinge achten. „Wenn ich den ganzen Tag online bin, dann sollte ich mir eine sogenannte Sicherheitssuite zulegen, die nicht nur den Virenschutz umfasst, sondern auch zum Beispiel automatisch Backups der Daten macht“, rät der Experte. „Es kann ja auch mal eine Festplatte ausfallen.“

Wer hingegen nur ab und zu mal unterwegs ist, um etwa seine Mails zu checken, „für den würde eine kostenlose Software schon ausreichen“, meint Marx.

Soll eine ganze Familie abgesichert werden, ergeben sich noch weitere Herausforderungen, erklärt Warentester Schlüter. Dann müsse man auch überlegen, mit welcher Lizenz man die Software kauft. Es gebe Lizenzmodelle für einen einzigen Rechner ebenso wie solche für drei oder fünf Computer.

Wie viel Rechenkraft Virenscanner beanspruchen, ist bei Tests ein wichtiges Bewertungskriterium. Viele Rechner seien heute aber so leistungsstark, „dass man den Virenschutz nur beim Starten merkt“, sagt Marx. Wenn von Virenschutz bei Computern die Rede ist, dann geht es meist um Windows-Rechner. Mac- und Linux-Rechner sind wegen ihrer geringeren Verbreitung für Malware-Schreiber nicht lukrativ genug, erklärt Marx. Für Windows gebe es über 350 Millionen Schadprogramme, bei Apple seien es gerade einmal um die 15 000. Klaus Gürtler

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